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12. August 2026

Petzl Iko Core im Test: Top-Komfort, aber nur Micro-USB

8/10
Petzl Iko Core im Test: Top-Komfort, aber nur Micro-USB
  • 79 g laut Hersteller, eine der leichtesten und bequemsten Stirnlampen auf dem Markt
  • Hybrid Concept: automatischer Wechsel zwischen CORE-Akku und 3 AAA-Batterien
  • AIRFIT-Stirnband lässt Luft, Schweiß und Regen durch
  • Laden per Micro-USB, nicht USB-C

Mit der Iko Core hat Petzl die Stirnlampe neu erfunden: Schluss mit dem klassischen Gehäuse auf einem Gummiband, stattdessen ein ultraflaches AIRFIT-Stirnband und ein Akku am Hinterkopf. Ende 2020 erschienen, gilt diese Stirnlampe im Ultraleicht-Segment nach wie vor als Referenz. Trotzdem fehlte sie bisher bei RunMorph, obwohl Nao RL und Swift RL längst getestet sind.

Stirnlampe Petzl Iko Core in Dreiviertelansicht mit LEDs

© Petzl, offizielles Foto, redaktionell verwendet

Das Wichtigste in 3 Sätzen

Die Iko Core ist eine 79 Gramm leichte Stirnlampe, die mit ihrem halbstarren AIRFIT-Stirnband und dem wiederaufladbaren CORE-Akku am Hinterkopf mit den Konventionen der Branche bricht. Im Maximalmodus liefert die Lampe 500 Lumen bei 2:30 h Akkulaufzeit, im Sparmodus hält sie bis zu 100 Stunden durch, und mit ihrer Aufbewahrungstasche wird sie zur Laterne. Dank Hybrid Concept kannst du im Notfall auch auf 3 AAA-Batterien umsteigen, ein echtes Plus an Unabhängigkeit, allerdings mit auf 350 Lumen reduzierter Leuchtkraft.

8
/ 10 · RunMorph Gesamtnote
Leuchtkraft (Lumen)
7 / 10
Akkulaufzeit
8,5 / 10
Lichtqualität
7,5 / 10
Komfort/Gewicht
9,5 / 10
Preis-Leistung
8 / 10
Für wen?Für Läufer, die bei Läufen am frühen Morgen, auf der Hütte oder im Biwak vergessen wollen, dass sie eine Stirnlampe tragen, und die einen breiten Lichtkegel einem gebündelten Spot vorziehen.
Für wen nicht?Für Trailläufer, die technische Felspassagen aneinanderreihen und einen Spot mit großer Reichweite brauchen, oder die das Laden per Micro-USB kategorisch ablehnen.

Petzl Iko Core: die Stirnlampe, die mit den Konventionen der Branche gebrochen hat

Petzl dominiert den Markt für Outdoor-Stirnlampen seit Jahrzehnten, mit der Nao RL und der Swift RL hat RunMorph bereits zwei Modelle getestet. Die Iko Core besetzt jedoch ein anderes, ergänzendes Segment. Statt auf rohe Leuchtkraft oder reaktive Beleuchtung zu setzen, spielt sie voll auf Leichtigkeit und Komfort, mit einem Konzept, das sich radikal vom klassischen Gehäuse auf dem Gummiband unterscheidet.

Das patentierte AIRFIT-Stirnband ist halbstarr und ultraflach, liegt dadurch flach im Rucksack und verheddert sich nicht wie ein klassisches Gummiband. Der wiederaufladbare CORE-Akku sitzt am Hinterkopf und verteilt das Gewicht auf den ganzen Kopf, statt es auf der Stirn zu bündeln. Das Ergebnis: 79 Gramm laut Hersteller, auf der Waage je nach Tester 87 bis 90 Gramm mit Tasche und Kabel. Eine Stirnlampe, die du schnell vergisst, sobald sie sitzt.

Technische Daten der Petzl Iko Core

MarkePetzl
ModellIko Core
Leuchtkraft500 lm (Max Power) / 100 lm (Standard) / 6 lm (Max Burn Time)
Leuchtweite100 m / 45 m / 10 m je nach Modus
Akkulaufzeit2:30 h / 9 h / 100 h je nach Modus
Gewicht79 g (Herstellerangabe), bis zu 90 g mit Batterien laut Nachwiegen im Praxistest
StromversorgungWiederaufladbarer CORE-Akku mit 1250 mAh (im Lieferumfang) oder 3 AAA/LR03-Batterien (Hybrid Concept)
Leuchtkraft mit Batterienmaximal 350 lm (statt 500 lm mit CORE-Akku)
LadenMicro-USB-Kabel, etwa 3 h für eine volle Ladung
WasserschutzIPX4 (wetterfest)
LichtkegelBreit oder gemischt, 7 LEDs
StirnbandAIRFIT, halbstarr und ultraflach, Einstellung per Kordel am Hinterkopf
Garantie5 Jahre auf die Lampe, 2 Jahre auf den Akku
Offizieller PreisEtwa 80 € (78,50 bis 89,90 € je nach Quelle und Zeitraum)

Die Lampe lässt sich zusammenklappen und in der mitgelieferten Aufbewahrungstasche verstauen. Die Tasche dient auch als Diffusor und macht aus der Iko Core eine Biwaklaterne.

Hybrid Concept und AIRFIT-Stirnband: zwei Ideen, die den Einsatz wirklich verändern

Das Hybrid Concept ist das greifbarste Argument der Iko Core: Die Lampe erkennt automatisch, ob sie mit dem CORE-Akku oder mit 3 handelsüblichen AAA-Batterien läuft, und passt ihre Leuchtkraft entsprechend an (500 lm mit Akku, 350 lm mit Batterien). Ein echtes Sicherheitsnetz für lange Läufe oder Reisen, bei denen du einen proprietären Akku nicht immer aufladen kannst.

Auch beim Komfort setzt das AIRFIT-Stirnband neue Maßstäbe. Seine halbstarre, ultradünne Form lässt Luft, Schweiß und Regen durch, anders als ein klassisches Gummiband, das sich an den Kopf presst. Eingestellt wird es über eine Kordel am Hinterkopf, fixiert mit einem einfachen Druckknopf.

Petzl Iko Core, AIRFIT-Stirnband im Profil

© Petzl, offizielles Foto, redaktionell verwendet

Der Praxistest: einhelliges Lob für den Komfort, geteilte Meinungen bei den Details

Der Tipp von RunMorph: Der Modus Max Burn Time mit 6 Lumen reicht in klaren Nächten völlig aus. Heb dir die 500 Lumen für technische Passagen oder den Blick in die Ferne auf, statt sie dauerhaft zu nutzen.

Unabhängige Praxistests sind sich im Kern einig: Komfort und geringes Gewicht der Iko Core werden einhellig gelobt. Ein Test über mehrere Monate, von einer Inselüberquerung bis zum regelmäßigen Training am frühen Morgen, nennt sie die ausgereifteste bisher getestete Stirnlampe, vergibt 18/20 und bewertet das Licht unter allen erlebten Bedingungen als ausreichend. Ein zurückhaltenderer Praxistest bestätigt den außergewöhnlichen Komfort und die einfache Bedienung (Note 9/10), benennt aber konkrete Kritikpunkte, statt sie zu verschweigen. Geladen wird per Micro-USB statt USB-C, was schon 2020 veraltet war. Ein Rotlichtmodus zum Schutz der Nachtsicht fehlt. Und der Laternenmodus hat in der Praxis Luft nach oben: Die Aufbewahrungstasche ist zu lichtundurchlässig, und die Form der Lampe macht es schwer, sie ohne Aufhängen auf den Boden zu stellen.

Die beiden Urteile widersprechen sich nicht, sie unterscheiden sich im Grad. Beide bestätigen denselben Komfort und dieselbe Zuverlässigkeit im Alltag, der eine bleibt bei der Begeisterung, der andere geht den Details im echten Einsatz nach. Ein dritter, auf Triathlon ausgerichteter Test bestätigt dieselben Stärken (Verhältnis von Leuchtkraft zu Gewicht, Bedienung mit nur einem Knopf, die Tasche als praktische Laterne) und findet keinen weiteren größeren Mangel.

Petzl Iko Core vs. Petzl Swift RL: der Vergleich

KriteriumPetzl Iko CorePetzl Swift RL
Maximale Leuchtkraft500 lm1100 lm
Gewicht79 g100 g
SchlüsseltechnologieAIRFIT-Stirnband + Hybrid Concept (Akku/Batterien)Reactive Lighting (an die Schrittfrequenz angepasste Leuchtkraft)
LichtkegelBreit oder gemischt, ohne Spotmodus mit großer ReichweiteReaktiv, gemischt für Nah- und Fernbereich
Reserve-Stromversorgung3 AAA/LR03-BatterienWiederaufladbarer Akku (Accu), keine Batterien als Reserve

Die Swift RL zielt mit mehr Leuchtkraft und Reaktivität auf technische Trails. Die Iko Core setzt dagegen voll auf Komfort und die Flexibilität zwischen Akku und Batterien, für ruhigere Läufe, das Biwak oder als Ergänzung im Laufalltag. Die beiden ergänzen sich eher, als dass sie sich direkt Konkurrenz machen.

Vor- und Nachteile

Vorteile
  • 79 g laut Hersteller, eine der leichtesten und bequemsten Stirnlampen auf dem Markt
  • Hybrid Concept: automatischer Wechsel zwischen CORE-Akku und 3 AAA-Batterien
  • AIRFIT-Stirnband lässt Luft, Schweiß und Regen durch
  • Tasche wird zur Laterne fürs Biwak
  • 5 Jahre Garantie auf die Lampe, 2 Jahre auf den Akku
Nachteile
  • Laden per Micro-USB, nicht USB-C
  • Kein Rotlichtmodus zum Schutz der Nachtsicht
  • Laternenmodus laut mehreren Erfahrungsberichten im Alltag verbesserungswürdig
  • Nur IPX4, nicht für lang anhaltenden Starkregen gemacht

Unser Praxisurteil: für wen?

Die Iko Core richtet sich an Läufer, die bei Läufen am frühen Morgen, auf der Hütte oder im Biwak vergessen wollen, dass sie eine Stirnlampe tragen, und die für technische Trails bei Nacht keinen Spot mit großer Reichweite brauchen. Für diesen Einsatz sind die Swift RL oder die Nao RL mit ihrer Leuchtkraft und reaktiven Beleuchtung besser gerüstet.

Wenn du früh morgens oder spät abends läufst, brauchst du auch eine klare Struktur für deine Einheiten. Die RunMorph-Trainingspläne helfen dir, deine Läufe zu planen, mit oder ohne Stirnlampe.

Das Urteil des RunMorph-Coachs

Die Iko Core bleibt eine Referenz für Komfort und geringes Gewicht, mit einem Konzept, das trotz seines Alters kein bisschen angestaubt wirkt: AIRFIT-Stirnband, Akku am Hinterkopf und die Wahl zwischen Akku und Batterien ergeben ein stimmiges, durchdachtes Gesamtpaket. Micro-USB und der fehlende Rotlichtmodus sind die einzigen echten Kritikpunkte aus den Praxistests.

8/10. Eine nach wie vor überzeugende Stirnlampe, wenn dir Komfort und Vielseitigkeit wichtiger sind als rohe Leuchtkraft. Für anspruchsvolle technische Trails bei Nacht bleibt die Swift RL die passendere Wahl von Petzl.

Das Wichtigste für dein Training

  • 79 g: eine der leichtesten Stirnlampen auf dem Markt. Probier sie vor dem Kauf unter dem Helm aus, wenn du regelmäßig einen trägst.
  • Hybrid Concept: Hab für lange Läufe fernab jeder Steckdose immer 3 AAA-Batterien als Reserve im Rucksack.
  • 500 lm mit Akku, 350 lm mit Batterien: Plane diesen Leistungsunterschied ein, bevor du länger mit Batterien unterwegs bist.
  • Laternenmodus: praktisch im Notfall, ersetzt laut Praxisberichten aber keine echte Biwaklaterne.
  • Laden per Micro-USB: Nimm das richtige Kabel mit, es ist kein USB-C wie bei neueren Modellen.
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