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3. September 2026

Amazfit Active Max: AMOLED-Display mit 3000 Nits und Karten für 169,90 €, doch echte Akkulaufzeit und GPS-Genauigkeit enttäuschen

7,6/10
Amazfit Active Max: AMOLED-Display mit 3000 Nits und Karten für 169,90 €, doch echte Akkulaufzeit und GPS-Genauigkeit enttäuschen
  • AMOLED-Display mit 3000 Nits, in praller Sonne ebenso ablesbar wie nachts
  • Vollwertige Karten mit Sprachnavigation, in dieser Preisklasse selten
  • Geringes Gewicht (39,5 g) trotz 48,5-mm-Gehäuse
  • Echte Akkulaufzeit weit unter den Angaben, sobald das Display aktiv bleibt

Amazfit hat die Active Max Ende Dezember 2025 für 169,90 € auf den Markt gebracht: AMOLED-Display mit 3000 Nits, vollwertige Karten und eine angegebene Akkulaufzeit von bis zu 25 Tagen. Drei unabhängige französische Tests bestätigen ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das in dieser Klasse selten ist, sind sich aber auch bei einer Schwachstelle einig: Die echte Akkulaufzeit im Alltag mit Always-on-Display liegt deutlich unter den Werbeversprechen, und ohne Dualband-GPS-Chip stößt die Genauigkeit gegenüber Premium-Uhren an eine klare Grenze.

Amazfit Active Max, Dreiviertelansicht

© Amazfit, offizielles Foto, für redaktionelle Zwecke verwendet

Das Wichtigste in 3 Sätzen

Die Amazfit Active Max ist eine GPS-Uhr mit 1,5-Zoll-AMOLED-Display, vollwertigen Karten und über 160 Sportprofilen für 169,90 €. Sie richtet sich an Einsteiger und regelmäßig Aktive, die ein umfassendes Tracking ohne Komplexität wollen, nicht an Athleten auf der Jagd nach Spitzenmetriken. Ihre echte Akkulaufzeit liegt je nach Nutzung eher zwischen 13 und 20 Tagen, weit weg von den 25 Tagen mit Werkseinstellungen, und bei der GPS-Genauigkeit fehlt ihr mangels Dualband-Chip ein Stück.

7,6
/ 10 · RunMorph-Gesamtnote
Akkulaufzeit
7 / 10
Robustheit
7 / 10
GPS-Genauigkeit
6 / 10
Herzfrequenz
7 / 10
Tragekomfort
8 / 10
Preis-Leistung
9,5 / 10
Für wen?Gelegenheitssportler und Einsteiger, die ein helles AMOLED-Display, Karten und ein komplettes Gesundheitstracking wollen, ohne den Preis einer Premium-Uhr zu zahlen.
Für wen nicht?Läufer, die in dicht bebauten Städten präzises GPS brauchen, Athleten, die fortgeschrittene Laufdynamik-Werte wollen, und alle, die das Always-on-Display im Alltag nicht missen möchten.

Amazfit Active Max: Kampfpreis für ein Premium-Datenblatt

Amazfit baut seinen Ruf seit mehreren Generationen auf demselben Prinzip auf: GPS-Uhren mit einem Funktionsumfang nahe der Oberklasse, zu einem Bruchteil des Preises der Konkurrenz. Die Active Max bleibt dieser Linie treu. Sie ersetzt die Active 2 im Sortiment und liegt direkt unter der Balance 2, die mit identischem Display etwa doppelt so viel kostet. Darunter deckt die Bip 6 den Einstieg ab.

Das Gehäuse wächst von 44 mm bei der Active 2 auf 48,5 mm bei der Active Max, mit einem auf 38 mm Durchmesser vergrößerten Display (statt 30,5 mm) und einer Helligkeit, die auf 3000 Nits klettert, gegenüber 2000 bei der Vorgängergeneration. Der interne Speicher verdoppelt sich auf 4 GB, die angegebene Akkulaufzeit ebenfalls. Im Gegenzug steigt der Preis leicht, bleibt aber weit unter dem Rest des Marktes.

Der RunMorph-Tipp: Für fast das doppelte Budget bringt die Amazfit Balance 2 einen Dualband-GNSS-Chip und mehr Sportprofile mit. Wenn das Budget absolute Priorität hat und du auf Karten verzichten kannst, bleibt die Coros Pace 3 eine Alternative, die du vergleichen solltest.

Technische Daten der Amazfit Active Max

MerkmalDetail
Gehäuse48,5 mm Durchmesser, Aluminium, 39,5 g
DisplayAMOLED 1,5 Zoll, 480 x 480 px, bis zu 3000 Nits
Wasserdichtigkeit5 ATM
GPSMulti-GNSS (GPS, Galileo, GLONASS, Beidou), ohne Dualband
HerzfrequenzOptischer Sensor BioTracker 6.0 mit SpO2
Angegebene Akkulaufzeit25 Tage (typische Nutzung) / 13 Tage (intensive Nutzung) / 64 h (Dauer-GPS)
KartenVollwertig mit Höhenlinien, Turn-by-Turn-Sprachnavigation
Speicher4 GB (Musik, Karten)
Sportprofile160 bis über 170 je nach Quelle, darunter HYROX und geführtes Krafttraining
Preis169,90 €

Amazfit Active Max: Was versprochen wird und was sich auf Dauer messen lässt

Bei der Akkulaufzeit nennt Amazfit je nach Nutzung mehrere Werte: bis zu 25 Tage mit Werkseinstellungen (Herzfrequenzmessung alle 5 Minuten), 13 Tage bei sogenannter intensiver Nutzung (Messung jede Minute, Sprachassistent aktiv) und nur 10 Tage mit aktiviertem Always-on-Display. Im Dauer-GPS-Betrieb gibt die Uhr 64 Stunden an, ein Wert, den der ausführlichste auf Französisch verfügbare Test in der Theorie bestätigt.

Das Problem zeigt sich in der Praxis. Der Tester von Montre Cardio GPS, der regelmäßig mehrere GPS-Uhren parallel vergleicht, stellt klar: Mit Always-on-Display und eingeblendeter Karte fällt die GPS-Laufzeit schnell auf rund 20 Stunden, weit weg von den theoretischen 64 Stunden. Bei der Alltagslaufzeit berichtet Presse-citron, nie volle 3 Wochen ohne Aufladen geschafft zu haben: Nach 15 bis 20 Tagen wollte die Uhr an die Ladestation. Begeek misst seinerseits 32 % Restakku nach 15 Tagen Nutzung, ohne alle aktiven Einstellungen zu nennen, was zum oberen Ende dieser Spanne passt.

WertAngegeben (Amazfit)Gemessen (französische Praxistests)
Akkulaufzeit typische NutzungBis zu 25 Tage15 bis 20 Tage im echten Alltag ohne Always-on
Akkulaufzeit Always-on-Display10 TageDeckt sich mit den Praxiserfahrungen
Akkulaufzeit Dauer-GPS64 Stunden~20 Stunden mit Always-on und eingeblendeter Karte

Alle drei Quellen kommen zum selben Ergebnis: Die Akkuangaben von Amazfit stimmen unter den genau genannten Bedingungen, aber diese Bedingungen (Werkseinstellungen, seltene Herzfrequenzmessung, Display, das sich abschaltet) entsprechen nicht dem, wie regelmäßig Aktive ihre Uhr im Alltag tatsächlich nutzen.

Amazfit Active Max, Frontansicht

© Amazfit, offizielles Foto, für redaktionelle Zwecke verwendet

Komfort und Handling: ein großes Gehäuse, das du trotzdem vergisst

Mit 48,5 mm Durchmesser ist die Active Max ordentlich dimensioniert, doch ihr Gewicht von nur 39,5 g überrascht im Vergleich zur Konkurrenz. Zum Vergleich: Die Apple Watch Ultra 3 misst 49 mm bei 61 g, die Series 11 aus Aluminium in 46 mm wiegt 37,8 g. Das Aluminiumgehäuse wird von einem schmalen Metallring eingefasst, ohne hervorstehende Lünette, und das Display nimmt einen großen Teil der Front ein.

Das 22-mm-Silikonarmband wird über doppelt gelenkige Metallanstöße befestigt statt direkt am Gehäuse. Das verbessert die Passform an schmalen wie an kräftigen Handgelenken, trübt laut dem Tester von Montre Cardio GPS aber leicht den Eindruck einer hochwertigen Verarbeitung. Die beiden physischen Tasten sind klein, aber funktional, ergänzt durch einen reaktionsschnellen Touchscreen, der sogar mit dünnen Handschuhen funktioniert.

Der Praxistest: ein Single-Band-GPS, das in schwierigem Gelände an seine Grenzen stößt

Der optische Herzfrequenzsensor BioTracker 6.0 funktioniert laut dem ausführlichsten verfügbaren Test "ziemlich gut, ohne außergewöhnlich zu sein". Das passt zur Positionierung der Uhr: ausreichend für das tägliche Tracking und Ausdauereinheiten, ohne den Anspruch, bei intensiven Belastungen mit den fortschrittlichsten Sensoren am Markt mitzuhalten.

Beim GPS zeigt sich das Fehlen eines Dualband-Chips in einer sichtbaren Glättung der Strecke in engen Kurven, Kreisverkehren und S-Kurven, ein typisches Verhalten von Amazfit-Uhren laut dem Tester, der mehrere Generationen verglichen hat. Im dichten Wald schlägt sich die Active Max besser als eine Garmin Venu 4 im reinen GPS-Modus, die unter den Bäumen das Signal komplett verliert. Gegen eine Garmin Fenix 8 Pro im Dualband-GNSS-Modus hat Letztere in dicht bebauten Städten aber klar wieder die Nase vorn.

Ein weiterer Punkt, den Presse-citron anspricht: Die Zepp-App, in der alle Daten der Uhr zusammenlaufen, läuft wenig flüssig und hat eine Oberfläche, die wenig einladend wirkt. Das ist kein Mangel der Uhr selbst, aber gut zu wissen, bevor du kaufst, wenn du eine Software erwartest, die so ausgereift ist wie die Hardware.

Wofür sie taugt und wo sie abreißen lässt

Wiedereinstieg und regelmäßige lockere Läufe: das Paradegebiet der Active Max. Automatischer Start, angepasste Herzfrequenzzonen, Warnungen bei Überlastung: Die auf Einsteiger zugeschnittene Automatisierung erledigt ihren Job ohne Komplexität.

Wandern und lange Touren mit Karte: dank Turn-by-Turn-Navigation und Höhenlinien sehr souverän, vorausgesetzt, du akzeptierst eine echte GPS-Laufzeit, die eher bei 20 Stunden liegt als bei den angegebenen 64.

HYROX und Krafttraining: durchdachte eigene Profile mit automatischer Wiederholungszählung und einer Muskel-Heatmap nach der Einheit.

Laufen in dicht bebauten Städten: Hier sieht man die GPS-Glättung ohne Dualband am deutlichsten, vor allem an großen Kreuzungen und zwischen hohen Gebäuden.

Harte Intervalle mit Always-on-Display: Hier sinkt die Akkulaufzeit am schnellsten, auf die angegebenen 10 Tage und im echten Alltag darunter.

Schwäche Nr. 1: eine echte Akkulaufzeit klar unter den Werbeangaben

Die 25 Tage und 64 GPS-Stunden, die Amazfit angibt, lassen sich nachvollziehen, aber nur unter bestimmten Testbedingungen (Werkseinstellungen, Display, das sich automatisch abschaltet). Sobald das Always-on-Display oder die Karte ins Spiel kommen, misst ein Tester eine echte GPS-Laufzeit, die eher bei 20 als bei 64 Stunden liegt, und keine der ausgewerteten Quellen hat im Alltag mehr als 20 Tage geschafft. An sich ist das kein schlechter Wert, aber eine deutliche Lücke zum Werbeversprechen, die du vor dem Kauf einplanen musst.

Schwäche Nr. 2: kein Dualband-GPS, damit eine Genauigkeitsgrenze in schwierigem Gelände

Die Active Max nutzt einen Multi-Konstellations-GNSS-Chip, aber ohne Dualband-Modus, also ohne die Technik, die die Genauigkeit in der Stadt oder unter dichtem Blätterdach am stärksten verbessert. Die Glättung in Kurven und Kreisverkehren bleibt auf den GPS-Tracks sichtbar. Auf Straßen und offenen Wegen merkst du diese Grenze fast nie; wenn du regelmäßig in dicht bebauten Städten läufst, können Distanz und Pace auf manchen Abschnitten leicht verfälscht sein.

Amazfit Active Max gegen Amazfit Balance 2, eine Stufe darüber

Die Balance 2 hat dasselbe AMOLED-Display mit 480 x 480 Pixeln wie die Active Max, was den direkten Vergleich aufschlussreich macht: Er zeigt, was das Mehrbudget wirklich bringt, nämlich den Dualband-GNSS-Chip, mehr Sportprofile (170 statt 160), Tauch- und Golfmodus und ein Gehäuse mit seitlichen Verstärkungen. Für Straßenläufer oder Wanderer, die nicht die ultimative GPS-Genauigkeit suchen, ist der Preisunterschied, rund doppelt so viel für die Balance 2, nicht unbedingt gerechtfertigt. Wenn du viel in der Stadt läufst oder die bestmögliche Genauigkeit willst, ergibt der Aufpreis direkt Sinn.

Amazfit Active Max gegen die direkte Konkurrenz

Gegen die Coros Pace 3, die in einem ähnlichen Preissegment liegt, gewinnt die Active Max bei den vollwertigen Karten und der Displayhelligkeit, während die Pace 3 leichter bleibt, stärker auf reine Laufperformance ausgerichtet ist und eine aufgeräumtere Oberfläche hat. Keine der beiden bietet in dieser Klasse Dualband-GPS.

Gegen die Garmin Forerunner 165, rund 80 € teurer, entscheidet vor allem das Ökosystem: Garmin Connect bietet eine ausgereiftere Trainingsanalyse und eine längere Zuverlässigkeitsbilanz, während die Active Max mit vollwertigen Karten und Musikspeicher kontert, zwei Funktionen, die bei der Forerunner 165 in dieser Klasse fehlen oder eingeschränkt sind.

Stärken
  • AMOLED-Display mit 3000 Nits, in praller Sonne ebenso ablesbar wie nachts
  • Vollwertige Karten mit Sprachnavigation, in dieser Preisklasse selten
  • Geringes Gewicht (39,5 g) trotz 48,5-mm-Gehäuse
  • Automatisierungen für Einsteiger (Herzfrequenzzonen, Aktivitätserkennung, Warnungen)
  • Herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für 169,90 €
Schwächen
  • Echte Akkulaufzeit weit unter den Angaben, sobald das Display aktiv bleibt
  • Kein Dualband-GPS, sichtbare Glättung in dicht bebauten Städten
  • Zepp-App wenig flüssig und wenig einladend
  • Ordentlicher Herzfrequenzsensor, bei intensiver Belastung aber nicht Spitze

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Das RunMorph-Urteil: 7,6 / 10

Die Amazfit Active Max hält ein einfaches Versprechen, das in dieser Preisklasse selten ist: ein Premium-AMOLED-Display, vollwertige Karten und ein tiefgehendes Gesundheitstracking für unter 170 €. Die drei ausgewerteten französischen Tests sind sich bei denselben Grenzen einig: eine echte Akkulaufzeit weit unter den Werbeangaben, sobald das Display aktiv bleibt, und eine GPS-Genauigkeit, die durch das fehlende Dualband gedeckelt ist. Wenn du wieder regelmäßig Sport machst oder eine komplette Uhr suchst, ohne dich zu ruinieren, geht die Rechnung klar auf. Wenn du als Stadtläufer hohe Ansprüche an die Genauigkeit hast oder nicht ohne Always-on-Display leben willst, solltest du den Kompromiss vor dem Kauf gut abwägen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Amazfit Active Max ist eine GPS-Uhr für 169,90 € mit 1,5-Zoll-AMOLED-Display mit 3000 Nits, 48,5-mm-Aluminiumgehäuse mit 39,5 g, wasserdicht bis 5 ATM, mit vollwertigen Karten und über 160 Sportprofilen. Ihre angegebene Akkulaufzeit von bis zu 25 Tagen (typische Nutzung) sinkt im echten Alltag ohne Always-on auf 15-20 Tage, und ihre GPS-Laufzeit von 64 Stunden fällt mit Always-on-Display und aktiver Karte auf rund 20 Stunden. Ohne Dualband-GPS zeigt sie in dicht bebauten Städten eine geglättete Strecke.

Häufige Fragen zur Amazfit Active Max

Wie lange hält der Akku der Amazfit Active Max wirklich?
Amazfit gibt bis zu 25 Tage bei typischer Nutzung und 13 Tage bei intensiver Nutzung an. Französische Praxistests messen eher 15 bis 20 Tage im echten Alltag ohne Always-on-Display und rund 20 Stunden Dauer-GPS mit eingeblendeter Karte, statt der theoretisch angegebenen 64 Stunden.

Hat die Amazfit Active Max Dualband-GPS?
Nein. Sie hat einen Multi-GNSS-Chip (GPS, Galileo, GLONASS, Beidou), aber keinen Dualband-Modus, was sich in einer sichtbaren Glättung der Strecke in Kurven und in dicht bebauten Städten zeigt.

Was kostet die Amazfit Active Max?
169,90 € zum Marktstart Ende Dezember 2025, deutlich weniger als GPS-Uhren mit Karten und vergleichbarem AMOLED-Display.

Ist die Zepp-App zuverlässig, um dein Training zu verfolgen?
Sie bündelt die Daten gut (Schlaf, BioCharge, Trainingsbelastung), aber ein Tester bemängelt fehlende Flüssigkeit und eine Oberfläche, die im Vergleich zur Qualität der Hardware wenig einladend wirkt.

Was ist der Unterschied zwischen der Amazfit Active Max und der Amazfit Balance 2?
Die Balance 2 bietet zusätzlich Dualband-GPS, mehr Sportprofile und ein verstärktes Gehäuse, zu einem Preis, der rund doppelt so hoch ist wie bei der Active Max.

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