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22. August 2026

On Running Ultra Jacket im Test: ultraleichte Regenjacke

7,6/10
On Running Ultra Jacket im Test: ultraleichte Regenjacke
  • Federgewicht (~100 g), eine der leichtesten wirklich wasserdichten Jacken am Markt
  • Atmungsaktivität auf Top-Niveau, kaum Saunaeffekt selbst bei harten Einheiten im Regen
  • Kompakt in der Kapuze verstaubar, in wenigen Sekunden gepackt
  • Sehr hoher Preis (270 € UVP), damit eher etwas für Läufer, die schon voll im Sport stecken

On Running bringt seit zwei Jahren eine Bekleidungsneuheit nach der anderen heraus, doch im RunMorph-Katalog standen von der Schweizer Marke bisher nur das Race Singlet 2 und die Weather Jacket. Die Ultra Jacket schließt eine klare Lücke: Das ist die Premium-Regenjacke der Marke, gebaut für Ultratrails und miese Bedingungen, genau dort, wo die Weather Jacket selbst einräumt, nur wasserabweisend zu sein. Wir bei RunMorph haben einen ausführlichen Praxistest, veröffentlicht 2025 und aktualisiert 2026, mit dem offiziellen Datenblatt und einer verifizierten Kundenbewertung abgeglichen, um zu prüfen, ob diese Jacke für 270 € hält, was sie verspricht.

On Running Ultra Jacket Regenjacke, Produktfoto in Schwarz

© On Running, offizielles Foto, redaktionell verwendet

Das Wichtigste in 3 Sätzen

Die On Running Ultra Jacket ist eine ultraleichte Regenjacke (rund 100 g) mit der 2,5-lagigen Membran Pertex Shield Air, angegeben mit 20.000 mm Wassersäule und rund 25.000 g/m²/24h Atmungsaktivität. Ein eigener Praxistest zählt sie zu den besten Regenjacken im Laufsport, während eine verifizierte Kundenbewertung zu einem Modell der Vorgängergeneration ganz reale Schwächen bei der Dichtigkeit der Kapuze meldet. Als drittes On-Produkt im RunMorph-Katalog positioniert sich die Jacke im technischen Premiumsegment gegenüber der Weather Jacket, die vielseitiger, aber erklärtermaßen nicht wasserdicht ist.

7,6
/ 10 · RunMorph-Gesamtnote
Wasserdichtigkeit
8 / 10
Atmungsaktivität
9 / 10
Leichtigkeit/Packmaß
9,5 / 10
Komfort/Passform
8 / 10
Preis-Leistung
4,5 / 10
Für wen?Trail- und Ultraläufer, die das beste Verhältnis von Gewicht zu Schutz für die Pflichtausrüstung eines langen Bergrennens suchen.
Für wen nicht?Gelegenheitsläufer im Regen, die keine so technische Jacke brauchen, oder alle mit knappem Budget: Die Weather Jacket derselben Marke ist günstiger.

On Running Ultra Jacket: das 3. Bekleidungsstück der Schweizer Marke im Katalog

On Running ist mit Schuhen groß geworden, bevor die Marke eine komplette Bekleidungslinie aufgebaut hat, vom Wettkampf (Race Singlet 2, bereits getestet) bis zur vielseitigen Windjacke (Weather Jacket, bereits getestet). Die Ultra Jacket spielt eine Etage höher: Als Jacke der Performance/Ultra-Linie ist sie für die Pflichtausrüstung bei langen Trailrennen gedacht, während die Weather Jacket sich selbst als „weatherproof“ und nicht als „waterproof“ positioniert. Mit ihrer 2,5-lagigen Membran Pertex Shield Air, angegeben mit 20.000 mm Wassersäule und rund 25.000 g/m²/24h Atmungsaktivität, zielt sie auf die Spitze der ultraleichten Regenjacken, neben Referenzen wie der Salomon Bonatti oder der Compressport Thunderstorm, die bereits im RunMorph-Katalog stehen.

Technische Daten der On Running Ultra Jacket

MerkmalWert
MarkeOn Running (Schweiz)
Getestetes ModellOn-Running Ultra (Herren), Farbe Schwarz
MembranPertex Shield Air, 2,5 Lagen
Wasserdichtigkeit20.000 mm Wassersäule (verschweißte Nähte)
AtmungsaktivitätRund 25.000 g/m²/24h (MVTR)
GewichtRund 100 g in Größe M (Hersteller-/Händlerangabe)
VerstauenIn der integrierten Kapuzentasche verstaubar
VerschlussDurchgehender Reißverschluss, Kapuze ohne Kordelzug (elastisch)
DetailsReflektierende Elemente, enger Schnitt, weniger Scheuern
Offizieller Preis270 € (im Angebot oft 195-230 €, je nach Händler)

Auf dem Papier erfüllt die Ultra Jacket alles, was eine Wettkampfjacke braucht: ein Federgewicht nahe an den leichtesten Modellen am Markt, eine 2,5-Lagen-Membran, die ohne klassisches Innenfutter auskommt (und damit Gewicht spart), und ein Verstausystem in der Kapuze, mit dem du sie in wenigen Sekunden komprimierst. Diese technische Entscheidung hat eine Kehrseite, zu der die Marke selbst steht: kein wärmendes Futter, also null Wärmeschutz bei Kälte. Darunter musst du eine isolierende Schicht tragen.

Pertex Shield Air: eine Membran für harte Einheiten, nicht für gemütliche Wanderungen

Die Technologie Pertex Shield Air setzt auf eine luftdurchlässige Nanofaser-Membran, ein anderer Ansatz als klassische Membranen wie Gore-Tex Pro Shell oder das bei RunMorph bereits getestete MP+ von Raidlight. Das erklärte Ziel: Luft soll durch die Membran selbst zirkulieren, während flüssiges Wasser draußen bleibt, statt nur auf Mikroperforationen oder eigene Belüftungszonen zu setzen. Ein ausführlicher Praxistest bestätigt, was das Datenblatt verspricht: Bei harten Intervallen im Regen hatte die Testerin nach eigener Aussage „nie diesen erstickenden Saunaeffekt“, der für Einsteiger-Regenjacken typisch ist. Auf den Unterschichten blieb leichte Restfeuchte, durchnässt war innen aber nichts.

Die enge, „körpernahe“ Passform der Ultra Jacket ist eine bewusste Wettkampfentscheidung: Die Marke grenzt sie ausdrücklich von einem weiteren Wanderschnitt ab, mit zwei Bewegungsfalten am Rücken, damit du eine Laufweste oder einen kleinen Rucksack ohne Einschränkung über der Kleidung tragen kannst. Ein eigener Test bestätigt das mit einer 5L-Weste unter realen Bedingungen: „kein Gefühl von Einschnüren oder Ziehen, die Jacke deckt den Rucksack gut ab und rutscht nicht hoch“. Ein echter Pluspunkt für Ultraläufer, die autark unterwegs sind.

On Running Ultra Jacket, Detail von Kapuze und Reißverschluss

© On Running, offizielles Foto, redaktionell verwendet

Der RunMorph-Tipp: Eine ungefütterte 2,5-Lagen-Jacke wie die Ultra Jacket schützt gut vor Regen und Wind, wärmt aber kein bisschen. Plane bei Kälte immer eine leichte Isolationsschicht darunter ein, statt dich allein auf die Außenhülle zu verlassen.

Der Praxistest: Wasserdichtigkeit im Test gelobt, Kapuze von einem echten Nutzer kritisiert

Abgeglichene Bewertungen und Transparenzhinweis: Für diesen Artikel hat RunMorph einen ausführlichen Praxistest herangezogen (mehrere Lauf- und Trailrunden mit der Damenversion der Ultra Jacket, aktualisiert im April 2026, gleiche Konstruktion und gleiche Membran wie die hier getestete Herrenversion, nur der geschlechtsspezifische Schnitt unterscheidet sich). Abgeglichen haben wir ihn mit einer verifizierten Kundenbewertung auf der Produktseite eines französischen Händlers, die eine frühere Generation des Herrenmodells betrifft (gekauft im November 2023, gleiche Produktfamilie „Ultra Jacket“, gebaut um dasselbe 20K-Versprechen). Diesen Unterschied bei Generation und Schnitt nennen wir offen, statt ihn zu glätten, denn einen unabhängigen Praxistest zur aktuell erhältlichen Herrenversion haben wir nicht gefunden.

Bei Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität insgesamt fällt der Praxistest rundum positiv aus: In einem kräftigen, einstündigen Schauer blieb die Testerin nach eigener Aussage „komplett trocken“, das Wasser „perlt auf der Stoffoberfläche ab“, und es gab „keinerlei Eindringen, weder an den Nähten noch am Reißverschluss“. Das steht in scharfem Kontrast zur verifizierten Kundenbewertung der Vorgängergeneration: Dort drang bei einem 40-minütigen lockeren Dauerlauf in konstantem, aber leichtem Regen ohne Wind nach und nach Wasser ein, und die Wasserdichtigkeit wird als „sehr enttäuschend für eine Jacke, die angeblich 20K hat“ bewertet.

Der konkreteste Kritikpunkt, unabhängig von der negativen Kundenbewertung genannt und vom positiven Test nicht widerlegt (der diesen Punkt nicht im Detail behandelt), betrifft die Kapuze: Ohne Kordelzug (nur mit Gummizug) soll sie Regen in den Nacken lassen, und der überschüssige Stoff am Schirm saugt sich nach wenigen Minuten voll und schlägt bei jedem Schritt gegen die Stirn. Diese Konstruktionsschwäche solltest du vor dem Kauf kennen, vor allem bei Gegenwind oder anhaltendem Starkregen, auch wenn sie die an anderer Stelle festgestellte Dichtigkeit von Stoff und Nähten offenbar nicht infrage stellt.

On Running Ultra Jacket getragen, Frontansicht beim Traillauf

© On Running, offizielles Foto, redaktionell verwendet

On Running Ultra Jacket vs. Weather Jacket vs. Salomon Bonatti Trail: der Vergleich

ProduktGewichtWasserdichtigkeitPositionierungPreis
On Running Ultra Jacket~100 g20.000 mm (waterproof)Wettkampf, Ultratrail270 €
On Running Weather JacketSchwererWeatherproof (nicht waterproof, von der Marke offen kommuniziert)Vielseitig im Alltag240 €
Salomon Bonatti Trail~200 g20.000 mmAllround-Referenz für jedes WetterMittelklasse

Gegenüber ihrer eigenen Schwester, der Weather Jacket, ist der Unterschied in der Positionierung klar, und die Marke steht dazu: Die Weather Jacket setzt auf Atmungsaktivität und Alltagskomfort und nimmt dafür eine nur teilweise Dichtigkeit in Kauf. Die Ultra Jacket will volle Wasserdichtigkeit und bezahlt das mit einem höheren Preis und weniger Vielseitigkeit abseits des Sports (keine Eingrifftaschen, sehr sportlicher Schnitt). Gegenüber der Salomon Bonatti Trail, der Allround-Referenz im Katalog, entscheiden Gewicht und Preis: Die Bonatti ist rund ein Drittel schwerer, aber auch deutlich günstiger, ein sinnvoller Kompromiss für alle, die beim Ultra nicht auf reine Performance aus sind.

Vorteile

  • Federgewicht (~100 g), eine der leichtesten wirklich wasserdichten Jacken am Markt
  • Atmungsaktivität auf Top-Niveau, kaum Saunaeffekt selbst bei harten Einheiten im Regen
  • Kompakt in der Kapuze verstaubar, in wenigen Sekunden gepackt
  • Problemlos mit einer darüber getragenen Laufweste oder einem kleinen Rucksack kombinierbar
  • Hochwertige Verarbeitung, teils recycelte Materialien, wirksame Reflektoren

Nachteile

  • Sehr hoher Preis (270 € UVP), damit eher etwas für Läufer, die schon voll im Sport stecken
  • Kapuze ohne Kordelzug, laut einer verifizierten Kundenbewertung ein Schwachpunkt bei Starkregen
  • Kein Wärmeschutz, reine Hülle ohne wärmendes Futter
  • Dünner Stoff, anfällig für Dornen und Abrieb abseits der Wege
  • Kaum unabhängige Praxistests speziell zur aktuellen Herrenversion

Unser Praxisurteil: Für wen ist die Ultra Jacket gemacht?

Der Trailläufer, der Ultras mit wasserdichter Pflichtausrüstung läuft

Das ist die Zielgruppe. Das Verhältnis von Gewicht zu Wasserdichtigkeit ist hervorragend, um die Jacke ein ganzes Rennen lang mitzunehmen, ohne den Rucksack zu beschweren, und sie lässt sich nachweislich über einer Laufweste tragen.

Der Gelegenheitsläufer, der sich nur nicht von einem Schauer überraschen lassen will

Mit klarem Vorbehalt. Preis und sehr sportliche Ausrichtung (keine Taschen, enger Schnitt) machen sie für gelegentliche Nutzung überdimensioniert: Die günstigere Weather Jacket derselben Marke erfüllt diesen Zweck besser.

Der Läufer, der regelmäßig Gegenwind und Starkregen trotzt

Genau hinschauen. Die nicht verstellbare Kapuze, bemängelt in einer verifizierten Kundenbewertung zu einer früheren Generation desselben Modells, solltest du unter realen Bedingungen testen, bevor ein anspruchsvolles Rennen ansteht, denn für die aktuelle Version gibt es weder Bestätigung noch Entwarnung.

Für deine Vorbereitung: Eine Regenjacke dieses Niveaus ersetzt keine kluge Pace-Steuerung bei Regen oder Kälte, und die bleibt der wichtigste Faktor, um bei einem Long Run eine Unterkühlung zu vermeiden. Strukturiere deine Trail-Vorbereitung mit einem Plan, der zu deinem Ziel passt: Entdecke die RunMorph-Trainingspläne.

RunMorph-Fazit

Auf dem Papier und im Praxistest bestätigt die On Running Ultra Jacket ihren Status als Referenz in Sachen Gewicht und Wasserdichtigkeit fürs Ultratrail, mit einer Atmungsaktivität, die die klassische Schwäche billiger Regenjacken vermeidet. Der sehr hohe Preis und ein konkreter Vorbehalt bei der Kapuze, dokumentiert durch eine verifizierte Kundenbewertung zu einer früheren Generation des Modells, drücken die Note. Für anspruchsvolle Trailläufer, die bereit sind, in ihre Pflichtausrüstung zu investieren, bleibt sie dennoch solide. Eine Jacke für Spezialisten, nicht für jeden. 7,6/10.

Das nimmst du fürs Training mit

  • Einsatzbereich: Ultratrail und Rennen mit wasserdichter Pflichtausrüstung, lange Läufe in den Bergen.
  • Stärke, die du nutzen solltest: Weil sie sich in die Kapuze packen lässt, bleibt sie ganz unten im Rucksack und bremst deine Pace nie.
  • Schwäche, die du kennen solltest: elastische, nicht verstellbare Kapuze; teste sie vor einem wichtigen Rennen bei Gegenwind.
  • Guter Reflex: Trag bei Kälte eine leichte Isolationsschicht darunter, die Jacke allein wärmt nicht.
  • Günstigere Alternative: die Weather Jacket derselben Marke für weniger extreme Einsätze und ein kleineres Budget.
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