Jeder Trailrunner kennt den Namen Oxsitis, auch wenn längst nicht alle die Marke schon getragen haben. Mit der Gravity 10L liefert der französische Trinksystem-Spezialist eine 10-Liter-Weste mit 170 g, die auf maximale Vielseitigkeit zielt: kompakt genug für einen Long Run, gut genug organisiert für mehrere Stunden Selbstversorgung. Hier erfährst du, warum diese Weste für 119,95 € vor deinem nächsten großen Lauf auf deine Shortlist gehört.
Oxsitis Gravity 10L im Test: 170 g, 9 Taschen, 2 Soft Flasks
Oxsitis Gravity 10L: das Allroundtalent vom französischen Trinksystem-Spezialisten
Oxsitis gehört zu den französischen Marken, die ihren Ruf auf einem einzigen Spielfeld aufgebaut haben: Trinksysteme für Straßenlauf und Trail. Keine Schuhe, keine Uhren, nur Gürtel, Rucksäcke und Westen, die Wasser tragen, ohne den Laufschritt zu stören. Die Gravity 10L ist heute das Herzstück des Sortiments, die Weste für alles zwischen minimalistischem Skyrace-Format und großem Rucksack für die Selbstversorgung.
Mit 10 Litern Volumen und 170 g auf der Waage in Größe M spielt sie in derselben Liga wie der Kiprun Bag 900 10L oder die Compressport Ultrun Evo 10 V2, beansprucht aber eine reichhaltigere Aufteilung. Bei RunMorph sehen wir das 10-Liter-Segment als das umkämpfteste am Markt, weil es allein den Großteil dessen abdeckt, was Hobby-Trailrunner brauchen: vom Lauf über 3 Stunden bis zum 50-km-Rennen mit teilweiser Selbstversorgung.
Der RunMorph-Tipp: Wähle deine erste Weste nicht nach Farbe oder Marke, sondern nach der Einstellbarkeit. Eine schlecht festgezogene 10-L-Weste wippt genauso stark wie ein klassischer Rucksack. Die Gravity setzt voll auf ihren seitlichen Klettverschluss: Teste sie unbedingt beladen, bevor du dich für eine Größe entscheidest. Wenn du zwischen zwei Volumen schwankst, lies auch unseren Test des Raidlight Ultralight 12L, um ein etwas größeres Format zu vergleichen.

© Oxsitis, offizielles Foto, redaktionell verwendet
Objektive technische Daten
| Marke | Oxsitis |
| Modell | Gravity 10 |
| Volumen | 10 L |
| Leergewicht | 170 g (Größe M, ohne Soft Flasks) |
| Verfügbare Größen | S, M, L, XL |
| Fronttaschen | 6 Stretchtaschen mit Reißverschluss + 1 wasserabweisende Reißverschlusstasche (Smartphone) + 2 Fächer für Soft Flasks |
| Trinkblasen-Kompatibilität | Ja, bis 2 L (Trinkblase nicht im Lieferumfang) |
| Mitgelieferte Soft Flasks | 2 x 500 mL |
| Material | 58 % Polyester, 38 % Nylon, 4 % Elasthan, belüfteter Rücken aus 3D-Mesh |
| Seitlicher Verschluss | Medizinischer Klettverschluss, in Länge und Winkel verstellbar |
| Stockhalterung | Ja, vertikaler Köcher am Rücken |
| Reflektoren | Ja, vorne |
| Sicherheitspfeife | Integriert |
| Kompatibel mit UTMB-Pflichtausrüstung | Ja (integrierte Pfeife, Trinkblase für das geforderte Volumen ergänzen) |
| Getestete Farbe | Green (auch in Black, Blue, Lake green erhältlich) |
| Offizieller Preis | 119,95 € |
Für wen ist die Gravity 10L gemacht?
Für Läufer, die eine Weste für alles wollen
Das ist ihre natürliche Zielgruppe. Wenn du nicht mehrere Rucksäcke horten willst und einen einzigen Begleiter für deine Long Runs am Wochenende genauso wie für Rennen von 30 bis 60 km suchst, ist das 10-Liter-Format der richtige Kompromiss. Darin finden eine Regenjacke, Handschuhe, eine Mütze, deine Verpflegung und bis zu 1,5 Liter Wasser Platz, ohne dass das Volumen jemals an seine Grenze kommt. Für dieses Profil erfüllt die Gravity den Anspruch an Vielseitigkeit besser als eine zu knappe 5-Liter-Weste oder ein überdimensionierter 15-Liter-Rucksack.
Für Trailrunner, die den Schritt zur Selbstversorgung machen
Wenn du von einstündigen Läufen mit Verpflegungsstellen auf lange Formate umsteigst, bei denen du alles selbst trägst, wird die Zahl der Taschen entscheidend. Die Gravity bietet jede Menge Stauraum, den du im Laufen erreichst. Das gibt Sicherheit, solange du noch lernst, Verpflegung und Sicherheitsausrüstung in Bewegung zu managen. Integrierte Pfeife und Reflektoren vorne erfüllen von Anfang an die Vorgaben der Veranstalter.
Für Läufer, die viel Ausstattung fürs Geld suchen
Mit 119,95 € liegt die Gravity unter den Premium-Modellen, die oft über 150 € kosten, und liefert trotzdem zwei Soft Flasks à 500 mL und eine Pfeife mit. Für alle, die eine komplette Weste wollen, ohne den Aufpreis der Star-Marken zu zahlen, geht die Rechnung auf. Die richtige Wahl, wenn dir der Inhalt der Box wichtiger ist als das Logo.

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Komfort, Wippen und Halt
Bei einer Trailweste geht Halt über alles: Ein Rucksack, der hüpft, ruiniert jeden Lauf, egal wie gut seine Materialien sind. Die Gravity setzt auf einen seitlichen medizinischen Klettverschluss, der sich in Länge und Winkel verstellen lässt. Konkret passt du die Position der Bänder an deinen Körperbau an, statt mit einer einzigen Einstellung leben zu müssen. Das ist die große Stärke des Systems: Ein schmaler und ein kräftigerer Läufer finden beide einen sauberen Sitz, was feste Gurte nicht immer schaffen.
Der kurze Rücken positioniert die Last etwas höher zwischen den Schulterblättern. Das reduziert Scheuerstellen im unteren Rücken und lässt dich frei atmen. Der Schnitt an den Schultern folgt der Armbewegung, ohne Druckpunkte zu erzeugen. Bei RunMorph halten wir fest: Eine seitlich festgezogene Weste bewegt sich weniger als eine, die nur an der Brust geschlossen wird, und die Gravity nutzt dieses Prinzip gut. Die Kehrseite: Der Klettverschluss braucht etwas Eingewöhnung und regelmäßige Reinigung, damit er auf Dauer gut haftet.
Fächer und Zugänglichkeit
Das ist das Argument Nummer eins der Gravity. Vorne hast du sechs Stretchtaschen mit Reißverschluss für schnellen Zugriff, eine wasserabweisende Reißverschlusstasche im Smartphone-Format und zwei Fächer für die Soft Flasks. Diese Dichte an Stauraum macht den Unterschied, wenn du ein Gel greifen oder eine Windjacke verstauen willst, ohne anzuhalten. Der Reißverschluss an der Handytasche ist ein echtes Plus gegenüber den einfachen elastischen Taschen, die du von anderen Westen kennst.
Hinten schluckt das dehnbare Hauptfach eine Jacke, Handschuhe oder eine Trinkblase. Eine horizontale Schnellzugriffstasche nimmt unterwegs blitzschnell eine Schicht auf, während eine wasserabweisende Reißverschlusstasche Schlüssel, Papiere und Handy sichert. Der vertikale Köcher aus robustem Gewebe nimmt die Stöcke auf. Ein abnehmbarer Klettverschluss gibt Zugang zu den hinteren Taschen, ohne dass du die Weste ausziehen musst, ein cleveres Detail für Solo-Läufer. Insgesamt ist die Aufteilung reichhaltiger als bei den meisten Westen dieser Größe.

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Trinksystem
Die Gravity kommt mit zwei Soft Flasks à 500 mL, also einem Liter, der vorne sofort griffbereit ist. Das ist die praktischste Lösung, um regelmäßig in kleinen Schlucken zu trinken, ohne den Rhythmus zu brechen. Die schrägen Fächer machen es leicht, die Flask nach dem Trinken wieder einzustecken, ein Punkt, der bei Einsteigerwesten oft vernachlässigt wird. Für längere Formate nimmt das Rückenfach eine Trinkblase mit bis zu 2 Litern auf, die nicht im Lieferumfang ist. Damit steigt das Gesamtvolumen auf über 3 Liter, wenn du Soft Flasks und Trinkblase kombinierst.
Die Weste ist außerdem mit einem separat erhältlichen Trinkschlauch-Kit kompatibel, für alle, die lieber über den Schlauch trinken, statt ihre Flasks herauszuziehen. Diese Modularität ist ein klarer Pluspunkt: Du passt dein System an Distanz und Temperatur an, statt mit einer einzigen Lösung leben zu müssen. Die integrierte Sicherheitspfeife deckt direkt einen Punkt der Pflichtausrüstung ab, die bei den meisten langen Trailrennen verlangt wird.
Vergleich mit der Konkurrenz
Im Segment der vielseitigen 10-Liter-Westen tritt die Gravity gegen drei Modelle an, die RunMorph bereits getestet hat. Gegenüber dem Kiprun Bag 900 10L (240 g, 80 €, Trinkblase mit 1 L inklusive) ist die Oxsitis 70 g leichter und bei den Materialien besser verarbeitet, aber teurer und ohne Trinkblase im Karton. Beim reinen Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt der Kiprun unschlagbar, bei Komfort und Taschenvielfalt holt sich die Gravity den Vorsprung zurück.
Gegenüber der Compressport Ultrun Evo 10 V2 (114 g, 180 €) ist die Abwägung klar: Die Compressport ist die ultraleichte Wettkampfwaffe für reine Performance, die Gravity die vielseitigere und deutlich günstigere Weste für Training und Selbstversorgung. Und gegenüber dem Raidlight Ultralight 12L (200 g, 159,90 €), einer weiteren französischen Marke, bietet die Gravity etwas weniger Volumen, dafür einen niedrigeren Preis und einen sehr fein einstellbaren Klettverschluss, während der Raidlight auf sein Freelock-System und seine 12 Liter setzt. Drei Philosophien, drei Budgets, ein Einsatzzweck.
Welcher Rucksack für welche Distanz mit RunMorph
Eine Weste wählst du nicht im luftleeren Raum, sondern nach dem, was du wirklich läufst. Für einen Long Run von 2 bis 3 Stunden reichen der Gravity ein Liter in den Soft Flasks und eine leichte Schicht: Dann trägt sie sich wie eine 5-Liter-Weste. Für ein Rennen über 40 bis 70 km schöpfst du ihr echtes Potenzial aus, indem du Trinkblase und komplette Verpflegung dazunimmst. Darüber hinaus, im echten Ultra, greifen wir lieber zu mehr Volumen.
Am wichtigsten ist, dass du mit beladener Weste trainierst, genau so, wie du am Renntag laufen wirst. Unsere RunMorph Trainingspläne enthalten progressive Long Runs, die die ideale Gelegenheit sind, dein Material einzulaufen: Einstellung des Verschlusses, Position der Soft Flasks, Verpflegungsmanagement. Eine Weste wird erst bequem, wenn du sie über mehrere Läufe hinweg gezähmt hast.

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Das Fazit des RunMorph Coachs
Die Gravity 10L ist eine ausgezeichnete Allround-Weste und wohl eine der besten Optionen für Hobby-Trailrunner, die einen einzigen Rucksack für 90 % ihrer Bedürfnisse wollen. Der verstellbare seitliche Verschluss, die vielen Taschen und der faire Preis machen sie zu einer Referenz in der Mittelklasse. Kritikpunkte sind vor allem die fehlende Trinkblase im Lieferumfang und ein Klettverschluss, der etwas Pflege braucht, doch nichts davon schmälert ihre Qualität. Wenn du Oxsitis noch nicht kennst, findest du hier einen exzellenten Einstieg in die Welt eines französischen Spezialisten, der genau weiß, was er tut. RunMorph-Note: 8,5/10.
Das Wichtigste für dein Training
- Echte Vielseitigkeit: 10 Liter und 170 g decken alles vom Long Run bis zum 60-km-Rennen ab, eine einzige Weste für die meisten deiner Bedürfnisse.
- Seitlicher Klettverschluss: in Länge und Winkel verstellbar, reduziert das Wippen besser als ein reiner Brustverschluss. Teste ihn beladen.
- Dichte Aufteilung: sechs Fronttaschen mit Reißverschluss, wasserabweisende Handytasche, Stockköcher und Zugriff auf den Rücken, ohne die Weste auszuziehen.
- Modulares Trinksystem: zwei Soft Flasks à 500 mL inklusive, kompatibel mit 2-L-Trinkblase und Trinkschlauch-Kit, je nach Distanz.
- Viel Ausstattung fürs Geld: 119,95 € inklusive Soft Flasks und Pfeife, günstiger als Premium-Modelle mit vergleichbarem Lieferumfang.
