200 Gramm. Für 12 Liter. Genäht in Saint-Pierre-de-Chartreuse, für 159,90 € im Handel, geliefert mit zwei EasyFlask 600 mL. Die Ultralight 12L löst die Responsiv 12L ab und ist 20 g leichter. Stoff aus 84 % recyceltem Polyester, Freelock-System, zertifiziert für die UTMB-Pflichtausrüstung. Die Frage ist nicht, ob die Weste gut ist. Die Frage ist, ob sie gegen die Salomon Adv Skin 12 besteht, wenn du einen 80 km langen Lauf angehst.
Raidlight Ultralight 12L im Test: 200 g Made in France für 100 km
Raidlight Ultralight 12L: die Ultratrail-Weste aus der Chartreuse
Raidlight ist die französische Pioniermarke des Trailrunnings, 1999 von Benoît Laval in Saint-Pierre-de-Chartreuse gegründet. Als Salomon Ultraläufern noch klassische Rucksäcke verkaufte, erfand Raidlight das Konzept der leichten Laufweste. Sechsundzwanzig Jahre später macht die Marke weiter, was sie am besten kann: leichte Trailwesten, entwickelt und genäht in Frankreich, in der eigenen Textilwerkstatt in der Chartreuse. Die Werkstatt öffnete 2014 und ist seit 2025 auf drei Standorte in Isère und Savoie gewachsen.
Die Ultralight 12L ersetzt in der Kollektion 2026 die Responsiv 12L (220 g). Gleiche Größe, gleiches Konzept, aber 20 g weniger und ein umweltfreundlicherer Stoff. Laut offiziellem Datenblatt wiegt die Weste 200 g, mehrere unabhängige Tests in Frankreich kamen auf 190 g. Im Segment der 12-Liter-Westen mit UTMB-Zertifizierung gehört sie damit zu den zwei oder drei leichtesten Modellen am Markt: gleichauf mit der Compressport UltRun S Pack Evo 10 (117 g, aber nur 10 L) und klar vor der Salomon Adv Skin 12 (244 g).
Der Tipp von RunMorph. Du suchst eine vielseitige 12-L-Weste, die einen 3-stündigen Long Run in den Bergen genauso meistert wie einen 80 km langen Traillauf mit Selbstversorgung, und Fertigung in Frankreich spielt bei deiner Kaufentscheidung eine Rolle? Dann ist die Ultralight 12L derzeit die absolute Referenz unter 200 €. Damit löst sie die Salomon Adv Skin 12 direkt als sichere Bank im Segment ab, mit dem Argument Made in France und 44 g weniger auf der Waage. Für kürzere Distanzen (Läufe von 1 bis 2 Stunden) greifst du besser zur NNormal Race Vest 5L oder zur Kiprun Bag 900 10L.

© Raidlight, offizielles Foto, verwendet zu redaktionellen Zwecken
Objektive technische Daten
| Marke | Raidlight |
|---|---|
| Modell | Ultralight 12L |
| Offizieller Marktstart | Kollektion SS26 (Frühjahr-Sommer 2026), breite Markteinführung Anfang 2026; Nachfolgerin der Responsiv 12L |
| Volumen | 12 L (Zuladung bis 6 kg) |
| Leergewicht | 200 g (Herstellerangabe), 190 g unabhängig gemessen |
| Verfügbare Größen | XXS-Men/XS-Women bis XL-Men/XXL-Women (6 Unisex-Größen, körpernahe Passform) |
| Fronttaschen | 2 Flask-Taschen + 1 Smartphone-Tasche mit Reißverschluss + 1 Minitasche + Stretch-Sicherheitstaschen |
| Trinkblasen-Kompatibilität | Ja, 1,2 L bis 2 L, Klettband zur Fixierung |
| Mitgelieferte Flasks | 2 EasyFlask 600 mL im Lieferumfang |
| Taschen insgesamt | 9, alle im Laufen erreichbar |
| Materialien | 84 % recyceltes Polyester + 16 % Elasthan (Korpus), Mesh aus 100 % Polyamid, Hauptfach aus 100 % wasserabweisendem Polyester |
| Seitliche Kompression | Verstellbare elastische Kordeln |
| Stockhalterung | Ja, vorne UND hinten (elastische Kordeln) |
| Brustgurt | Seitliches Freelock-System mit Feinverstellung + verstellbare Brustgurte |
| Reflektoren | Ja (Logos) |
| Notfallpfeife | Integriert |
| Kompatibel mit UTMB-Pflichtausrüstung | Ja, für Ultras zertifiziert |
| Optionales Zubehör | Kompatibel mit dem Raidlight-Köcher (+6 L oder Stockaufbewahrung) |
| Getestete Farbe | Schwarz (Referenz GRRB86 R21) |
| Weitere Farben | Blau, Flower, Pink Lady, Mariniere, Editionen Grand Raid de la Réunion und Troupes de Montagne |
| Fertigung | Made in France (Saint-Pierre-de-Chartreuse, Isère) |
| Offizieller Preis | 159,90 € (raidlight.com) |
Für wen ist die Raidlight Ultralight 12L gemacht?
Du peilst 50 bis 100 km mit Selbstversorgung an: Diese Weste passt zu dir
12 L ist genau das Format für UTMB-Pflichtausrüstung + 1,2 L Wasser + Verpflegung für 8-12 Stunden + Windjacke + Handy. Nicht mehr, nicht weniger. Templiers, Maxi-Race Annecy 84 km, EcoTrail Paris 80 km: Einsatzgebiet bestätigt. Jenseits von 100 km im Hochgebirge nimmst du besser 18-20 L, sonst heulst du bei Kilometer 70.
Du willst kein in Vietnam genähtes Produkt kaufen: Diese Weste ist für dich
Raidlight näht seit 2014 in der Chartreuse. Seit 2025 an drei Standorten in Isère und Savoie. 159,90 € gegenüber 165 € bei Salomon (Vietnam). Wenn dich 5 € davon abhalten, ein französisches mittelständisches Unternehmen zu unterstützen, kauf lieber eine Kiprun. Lebenslange Reparatur ist bei Raidlight im Preis inbegriffen.
Du hast keine Lust mehr, deine Weste alle 30 km nachzuziehen: Hier bist du richtig
Das Freelock-System löst seit 2010 ein Problem beim Festziehen, und niemand hat es seither kopiert. Zwei Drehräder im Boa-Stil an den Flanken, nach demselben Prinzip wie die Schnürung von Skischuhen und MTB-Schuhen. Einmal festziehen, 6 Stunden laufen, nie wieder nachziehen. Wer 2026 noch mit Plastikschnallen läuft, tut das aus Gewohnheit, nicht aus Überzeugung.

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Komfort, Wippen und Halt
Eine echte Weste. Kein Rucksack mit Trägern. Umschließender Schnitt, Mesh aus 100 % Polyamid an Rücken und Flanken, Korpus aus recyceltem Stretch-Polyester (84 %) + Elasthan (16 %). Du ziehst sie an, und sie liegt eng an. Wie ein etwas festeres Funktionsshirt, nie wie ein klassischer Rucksack.
Beim Wippen entscheidet sich alles. Seitliches Freelock + zwei verstellbare Brustgurte, und die Last liegt flach an der Wirbelsäule. Einmal eingestellt, vergisst du die Weste. Technische Downhills, Sprünge, Tempowechsel: null Auf und Ab. Genau das, was du auf einem Ultra brauchst.
Das extrem atmungsaktive Mesh-Tragesystem verhindert, dass sich am Rücken viel Schweiß staut. Bei Läufen über 25 °C ist das ein spürbarer Komfortgewinn, vor allem im Vergleich zu Konkurrenzmodellen aus dichterem Gewebe wie der Black Diamond Distance 22, die auf Fastpacking-Robustheit statt auf maximale Atmungsaktivität setzt.
Fächer und Erreichbarkeit
9 Taschen. Alle im Laufen erreichbar. Vorne: 2 elastische Flask-Taschen, 1 Smartphone-Tasche mit Reißverschluss, 2 Stretch-Taschen für die schnelle Verpflegung. Hinten: 1 vertikales Hauptfach mit breiter Reißverschlussöffnung (die Regenjacke ist in 2 Sekunden verstaut, entscheidend, wenn im Anstieg ein Gewitter aufzieht), 1 hintere Reißverschlusstasche, die du mit aufgesetzter Weste erreichst, 1 Trinkblasenfach für 1,2-2 L mit Klettband zur Fixierung.
Das Detail, das den Unterschied macht: die große vertikale Öffnung. Kein blindes Wühlen mehr. Du siehst, was du einpackst, und packst ein, was du willst. Die Stockhalterung gibt es doppelt, vorne UND hinten. Steiler Anstieg? Stöcke vorne im Laufen herausziehen oder verstauen. Flaches Stück? Hintere Halterung nutzen, damit dich die Griffe nicht stören.
Kompatibel mit dem optionalen Raidlight-Köcher (+6 L): So machst du aus den 12 L ganze 18 L für lange Rennen mit Selbstversorgung, ohne die Weste zu wechseln.
Trinksystem
2 EasyFlask 600 mL liegen im Karton. 1,2 L vorne, ganz ohne Zubehör. Kurzer Traillauf von 1 h-1 h 30: abgedeckt.
Langer Traillauf: Pack dir eine Trinkblase mit 1,5-2 L in den Rücken (das Klettband fixiert sie weit oben, null Schwappen). Der Schlauch kommt oben heraus, wahlweise rechts oder links. Maximal an Bord: 3,2 L Wasser, also 5-6 Stunden Reichweite in gemäßigtem Bergklima. Für 50-100 km ist das zwischen zwei Lebensbasen großzügig bemessen.
Ein Punkt, der wehtut: Die Trinkblase ist nicht dabei. Bei einem Produkt für 159,90 € kann man darüber streiten. Rechne mit 25 € extra für eine kompatible Hydrapak mit 2 L. Die Kiprun Bag 900 10L für 80 € hat eine im Karton. Knausrig von Raidlight.

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Vergleich mit der Konkurrenz
Das Segment der Ultratrail-Westen mit 10-12 L ist das am dichtesten besetzte im Trailmarkt. So schlägt sich die Ultralight 12L gegen die drei Referenzmodelle, die wir bereits getestet haben:
Der Vergleich, der Salomon-Fans nicht schmecken wird: Auf dem Trail schlägt die Ultralight 12L die Adv Skin 12 in drei objektiven Punkten (200 g gegen 244 g, 159,90 € gegen 165 €, Chartreuse gegen Vietnam). Das einzige echte Argument, das Salomon bleibt, ist die Markenkultur. Fünfzehn Jahre UTMB-Podien, ein Testnetzwerk, bei dem jede französische Marke blass wird. Geschenkt. Was dir Salomon-Händler aber nicht erzählen: Das seitliche Freelock von Raidlight löst ein Problem beim Festziehen, das die Adv Skin nie in den Griff bekommen hat. Einmal festziehen, 12 Stunden laufen, nie nachziehen. Bei der Adv Skin ziehst du alle 50 km nach. Nur ein Detail? Frag mal einen CCC-Finisher.
Gegen die Compressport UltRun S Pack Evo 10 (117 g, 170 €) gibt die Ultralight 12L zwar 83 g ab, bietet dafür aber 2 Liter mehr, eine Stockhalterung vorne UND hinten (die Compressport hat nur eine Zickzack-Halterung vorne) und ein Rückenfach für die Trinkblase (fehlt bei der UltRun S Pack, die komplett auf Flasks vorne setzt). Für pures Ultraleicht-Racing unter 50 km bleibt die Compressport unschlagbar. Darüber hinaus setzt sich die Ultralight 12L durch.
Gegen die Kiprun Bag 900 10L (240 g, 80 €) kostet die Ultralight 12L das Doppelte, holt dafür aber 40 g, 2 L Volumen, ein Freelock, das präziser arbeitet als eine einfache Gummikordel, Fertigung in Frankreich und eine insgesamt bessere Verarbeitung heraus (recyceltes Stretch-Polyester statt Standard-Polyester). Die Kiprun bleibt die Preis-Leistungs-Referenz für Ultra-Einsteiger und Hobbyläufer. Die Raidlight übernimmt, sobald du eine Weste suchst, die 5 Jahre lang problemlos anspruchsvolle Rennen mitmacht.
Gegen die NNormal Race Vest 5L (174 g, 135 €) spielen wir in einer anderen Liga: Die NNormal ist eine Skyrace-Weste mit 5 L für Rennen über 20-50 km, die Ultralight 12L eine Ultra-Weste mit 12 L für Rennen über 50-150 km. Beim reinen Gewicht hat die Raidlight trotzdem die Nase vorn: 200 g für 12 L gegenüber 174 g für 5 L, also ein deutlich besseres Verhältnis von Gewicht zu Volumen zugunsten von Raidlight.
Welche Weste für welche Distanz mit RunMorph
Die Ultralight 12L ist in unseren RunMorph-Trainingsplänen für den Bereich 50-150 km gedacht. Konkret heißt das:
In einem Trail-Plan für 80 km (etwa Maxi-Race Annecy oder Templiers) ist sie die Weste für deine Long Runs ab 2 h 30 Belastung und am Wettkampftag deine Rennweste. Du musst zwischen Training und Wettkampf nichts an der Ausrüstung ändern, und das ist ein echter Erfolgsfaktor, mental wie logistisch.
In einem Trail-Plan für 100 km bis 150 km (etwa Trail Verbier-Saint-Bernard, Grand Trail Stevenson, Mont-Blanc Marathon) taugt die Ultralight 12L auch im Rennen, vorausgesetzt, du setzt auf eng getaktete Verpflegungsstellen. Darüber hinaus, also beim UTMB selbst, beim CCC oder beim TDS, wechseln viele Läufer auf ein Format mit 15-18 L, um Parka, Regenhose und mehr Wasserreserve zwischen den Lebensbasen unterzubringen. Der optionale Köcher mit +6 L kann diesen Bedarf decken, ohne dass du die Basisweste wechseln musst.
Für einen Marathon- oder Halbmarathon-Plan auf der Straße: vergiss es, diese Weste ist zu voluminös. Greif lieber zu einem Trinkgürtel oder einer Mini-Weste mit 3-5 L wie der NNormal Race Vest.

© Raidlight, offizielles Foto, verwendet zu redaktionellen Zwecken
Das Urteil von RunMorph
9/10. Die beste 12-L-Weste Made in France des Jahres 2026 und eine der drei besten Ultra-Westen am Markt, über alle Segmente hinweg. Punkt.
Die Lektion, die dir niemand verrät: Bei gerade mal 6 € Unterschied zur Salomon Adv Skin 12 geben weder das Gewicht noch die Taschen den Ausschlag. Es ist das Freelock. Sobald deine seitlichen Drehräder millimetergenau eingestellt sind, gehst du nie wieder zurück zu Gurten mit Klickschnallen. Nie wieder. Der Rest des Marktes bastelt weiter mit Gummizügen herum. Raidlight hat das Problem 2010 gelöst, und seitdem hat es niemand kopiert.
Die echten Schwächen: Die Trinkblase ist nicht dabei (rechne mit 25 € extra bei Hydrapak), die Unisex-Größen benachteiligen sehr zierliche Körperbauten, und der Stoff gibt vor den 5 Jahren einer Dyneema-Weste auf. Rechne selbst nach.
Das Wichtigste für dein Training
- Zielvolumen für 50-100 km: 12 L ist das Referenzformat für kurze bis mittlere Ultras mit Pflichtausrüstung, Wasser und Verpflegung.
- Gewöhn dich an das Freelock: Teste die Einstellung zuerst leer bei deinem ersten lockeren Dauerlauf, dann beladen bei einem Long Run. Die perfekte Einstellung findest du nach 2-3 Läufen.
- Long Run = Ausrüstungstest: Nutze jeden Lauf ab 3h+, um die Befüllung deiner Taschen, die Erreichbarkeit deiner Gels und den Halt unter Last zu prüfen.
- Trinken von vorne: 1,2 L in den vorderen EasyFlasks reichen für bis zu 1 h 30 Belastung. Darüber hinaus kommt die Trinkblase mit 1,5 L bis 2 L in den Rücken.
- Wettkampf = Training: Deine Ultra-Weste sollte vor deiner Startnummer mindestens 80 km in Long Runs absolviert haben. Keine Überraschungen am Wettkampftag.
