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10. Juni 2026

Black Diamond Distance Carbon Z im Test: Z-Fold-König im Ultratrail

8,5/10
Black Diamond Distance Carbon Z im Test: Z-Fold-König im Ultratrail

Du schwankst zwischen einem hochspezialisierten Trailstock und einem vielseitigen Begleiter für Wettkämpfe, Long Runs und Fastpacking? Der Black Diamond Distance Carbon Z geht in dieser Hybridkategorie seit zehn Jahren seinen eigenen Weg. Die Version 2026 macht die Steckverbindungen um 30 % stärker, bleibt beim Z-Fold mit 40 cm Packmaß und behält den atmungsaktiven EVA-Griff, der sich bewährt hat. Preis: rund 180 Euro pro Paar. Wir schauen, was er im Gelände taugt.

Black Diamond Distance Carbon Z: die sichere Bank unter den Z-Fold-Carbonstöcken

Mit dem Distance Carbon Z revolutioniert Black Diamond nichts. Die amerikanische Marke perfektioniert. Seit seinem ersten Erscheinen ist dieser Stock zur Referenz beim Z-Fold (dreiteiliges Faltsystem nach dem Prinzip einer Zeltstange) in Vollcarbon-Bauweise geworden. Die Version 2026 bleibt beim bewährten Rezept: Rohr aus 100 % Carbon, Steckverbindungen um 30 % verstärkt gegenüber der Vorgängergeneration, atmungsaktiver Griff aus EVA-Schaum, Handschlaufe aus recyceltem Nylon und wechselbare Tech Tips aus Hartmetall oder Gummi.

Das angegebene Gewicht hängt von der Länge ab: 280 g pro Paar bei 110 cm, bis zu 298 g bei 130 cm. Damit ist er etwas schwerer als der Leki Ultratrail FX.One Superlite (274 g), doch der Distance Carbon Z gleicht das mit mehr Vielseitigkeit und einem Preis von rund 180 Euro aus, etwa zehn Euro unter dem deutschen Konkurrenten.

Der RunMorph-Tipp: Der Distance Carbon Z gehört zu den wenigen Stöcken, die mühelos vom 25-km-Wettkampf zum mehrtägigen Trekking wechseln. Wenn du gerade mit Trailstöcken anfängst, ist er die fehlerverzeihendste Wahl. Kombiniere ihn mit dem Rucksack Black Diamond Distance 22 oder der Salomon Adv Skin 12, die dieses Stockformat problemlos aufnehmen.

Black Diamond Distance Carbon Z, ausgeklapptes Paar

Objektive technische Daten

MerkmalWert
MarkeBlack Diamond
ModellDistance Carbon Z (Version 2026)
Rohrmaterial100 % Carbon, Verbindungsring aus Aluminium
Konstruktion3-teiliger Z-Fold, Steckverbindungen +30 % verstärkt
Packmaß33 cm (bei 100 cm) bis 40 cm (bei 130 cm)
Längen ausgeklappt100, 105, 110, 115, 120, 125, 130 cm (feste Länge)
Gewicht pro Stock140 g (bei 110 cm) bis 149 g (bei 130 cm)
Gewicht pro Paar280 g bis 298 g je nach Länge
AuslösesystemSpeed Cone Push-Button oben
GriffAtmungsaktiver EVA-Schaum, Griffverlängerung
HandschlaufeRecyceltes Nylon, verstellbar
SpitzenWechselbare Tech Tips (Hartmetall + Gummi)
Offizieller Preisrund 180 Euro

Für wen sind diese Stöcke gemacht?

Der Skyrunner, der einen Kompromiss aus Gewicht und Vielseitigkeit sucht

Wenn du 2-3 Skyraces pro Jahr läufst und den Rest der Zeit Long Runs machst, erfüllt der Distance Carbon Z genau die richtigen Kriterien. Das Fliegengewicht des FX.One Superlite bekommst du nicht, dafür aber wechselbare Tech Tips (Gummi in der Stadt und auf Felsplatten, Hartmetall in den Bergen) und eine Steckverbindung, die seitliche Schläge besser wegsteckt. Diesen Stock empfehlen wir allen, die ein einziges Produkt für alles wollen.

Der Ultra-Finisher und der Langdistanz-Trailläufer

Ab 100 km macht der Griff aus EVA-Schaum den Unterschied gegenüber härteren Korkgriffen. Der Schaum nimmt Schweiß auf, leitet Feuchtigkeit ab und lässt sich am Brunnen einer Verpflegungsstelle schnell reinigen. Die Griffverlängerung ist kürzer als beim FX.One, was Läufer stören kann, die auf flachen Querungen gern mit der Hand nach unten rutschen. Probier ihn am besten im Laden aus.

Der Fastpacker und der schnelle Trekker

Hier setzt sich der Distance Carbon Z deutlich von der reinen Trail-Konkurrenz ab. Mit seinen Gummi-Tech-Tips und den verstärkten Steckverbindungen verkraftet er einen Rucksack von 6 bis 8 kg ohne Murren. Du kannst damit drei Tage am Stück auf dem GR20 oder der Haute Route Pyrénéenne trekken, ohne beim ersten steinigen Abstieg einen Bruch zu fürchten. Kein reiner Skyrace-Stock hält das aus.

Komfort, Halt und Ergonomie

Der Griff aus EVA-Schaum gehört zu den bequemsten im Trailmarkt. Er nimmt Schweiß auf, ohne rutschig zu werden, trocknet nach einem Regenschauer schnell und bietet guten Halt, selbst wenn du dünne Handschuhe trägst. Bei einem Sommertrail mit hoher Luftfeuchtigkeit ist das ein echter Vorteil gegenüber Korkgriffen, die durch Schweiß weich werden können.

Die Handschlaufe aus recyceltem Nylon ist verstellbar, bleibt vom Konzept her aber klassisch. Die Schlaufe stützt das Handgelenk, ohne es einzuschnüren. Im Vergleich zum Shark Frame Strap Mesh von Leki lässt sie sich langsamer ein- und ausklicken (du musst mit der Kunststoffschnalle hantieren), umschließt das Handgelenk dafür bei langen Anstiegen besser. Geschmackssache: Tempo oder Halt.

Die weiche Griffverlängerung ist kurz (etwa 8-10 cm). Praktisch, um den Stock auf flachen Querungen tiefer zu greifen, weniger auf langen Abstiegen, wo du sehr weit unten greifen willst. Wenn dich das betrifft, schau dir lieber die Leki-Stöcke mit Aircore-Griff an, der eine großzügigere Verlängerung bietet.

Falt- und Einstellsystem

Der Z-Fold von Black Diamond gehört zu den schnellsten am Markt. Die drei Segmente sind durch ein innenliegendes Kevlarseil verbunden. Zum Aufbauen ziehst du den Stock aus dem Rucksack, ziehst am unteren Segment, die drei Teile richten sich aus und der Speed Cone Push-Button oben verriegelt alles. Zwei Sekunden, sobald du den Dreh raushast.

Zum Zusammenlegen drückst du den Knopf oben, die Segmente lösen sich und du faltest den Stock zum Z. Das mitgelieferte elastische Band hält die drei Teile zusammen. Packmaß: 33 bis 40 cm je nach Länge. Passt in alle aktuellen Trailrucksäcke (Compressport Ultrun Evo 10, Raidlight Ultralight 12L usw.).

Wie der Leki FX.One Superlite hat der Distance Carbon Z eine feste Länge. Du wählst sie beim Kauf. Wenn du einen Teleskopstock mit zentimetergenauer Einstellung willst, schau dir den Distance Carbon FLZ aus derselben Black-Diamond-Reihe an: vielseitiger, aber 30 bis 40 g schwerer pro Paar.

Black Diamond Distance Carbon Z, Detail der Z-Fold-Steckverbindung

Verhalten im Gelände

Am steilen Anstieg verhält sich der Distance Carbon Z sehr neutral. Kein explosiver Rückstoß wie beim Leki FX.One Superlite (das Carbon von Black Diamond ist weniger torsionssteif), sondern ein klarer, linearer Abdruck. Du drückst, der Stock überträgt, ohne Übertreibung. Für Läufer, die Gleichmäßigkeit über maximale Performance stellen, ist das beruhigend. An einem langen Anstieg mit 800 Höhenmetern ermüden die Schultern etwas stärker als mit dem Leki, bleiben aber gut im Rahmen.

Im technischen Abstieg holt der Distance Carbon Z den Vorsprung zurück. Die 2026 um 30 % verstärkten Steckverbindungen stecken seitliche Schläge und Steinkontakte ohne Murren weg. Diesen Stock empfehlen wir Läufern, die keine Angst haben, ihn in einem steinigen Abstieg bei 12 km/h aggressiv zu setzen. Das Carbonrohr hält kantigen Schlägen besser stand als ultradünne Modelle wie der FX.One Superlite.

Die wechselbaren Tech Tips sind in der Praxis ein echter Trumpf. Du startest auf einer Strecke halb Asphalt, halb Trail? Montier zum Start die Gummispitzen für den Asphalt und wechsle am Fuß des Berges auf Hartmetall. Dreißig Sekunden pro Stock, einfach aufschrauben. Für diese Vielseitigkeit hat Leki in der Ultratrail-Reihe kein direktes Gegenstück.

Im Vergleich zur Konkurrenz

Gegenüber dem Leki Ultratrail FX.One Superlite verliert der Distance Carbon Z beim Gewicht (280-298 g gegenüber 274 g) und bei der Handschlaufe (das Shark Frame Strap Mesh ist an der Verpflegungsstelle schneller eingeklickt). Er gewinnt bei den wechselbaren Tech Tips, der Vielseitigkeit zwischen Trail und Fastpacking und beim Preis (180 gegenüber 190 Euro). Wenn du zu 80 % Trail und zu 20 % Trekking machst, nimm Black Diamond. Wenn du zu 100 % Skyrace-Wettkämpfe läufst, nimm Leki.

Gegenüber Z-Fold-Stöcken aus Aluminium (Decathlon Evadict, Naturehike) für 50-80 Euro spart der Distance Carbon Z 80 bis 120 g pro Paar und bietet eine Steifigkeit der Steckverbindungen, die du unter allen Bedingungen spürst. Bei 100 Einheiten pro Jahr hat sich der Preisunterschied in weniger als zwei Saisons amortisiert.

Gegenüber dem Distance Carbon FLZ (Teleskopreihe von Black Diamond) verliert der Z bei der zentimetergenauen Einstellung, spart aber 30 bis 40 g pro Paar und ist steifer (weniger Verbindungen = weniger mechanisches Spiel). Die Wahl hängt von deinem Haupteinsatz ab: feste Länge und Performance beim Z, flexible Einstellung beim FLZ.

So baust du sie in deinen RunMorph-Trainingsplan ein

Der Distance Carbon Z passt ganz natürlich in die meisten RunMorph-Trainingspläne für lange Trails und Ultras. Dank seiner Vielseitigkeit nutzt du ihn auf deinen Long Runs in den Bergen (wo du Laufen und schnelles Gehen mischst) ebenso wie bei gezielten Bergeinheiten. Plane 6 bis 8 Wochen vor deinem Saisonziel eine wöchentliche Einheit mit Stöcken ein und nimm die Stöcke dann auch auf deinen Long Run mit.

Koordinationstipp: Übe, die Stöcke in weniger als 5 Sekunden vom verstauten in den einsatzbereiten Zustand zu bringen. Bei einem Rennen mit 1.500 Höhenmetern klappst du sie je nach Profil 4 bis 6 Mal auf und zu. Sparst du 30 Sekunden pro Wechsel, gewinnst du im Wettkampf 2 bis 3 Minuten. Der Speed Cone von Black Diamond ist schnell, den Handgriff musst du selbst trainieren.

Bei den Schuhen harmoniert der Distance Carbon Z gut mit einem vielseitigen Trailschuh wie dem Hoka Speedgoat 7 oder dem NNormal Tomir 2 für technisches Gelände. Auf besser laufbarem Terrain ergänzen der Hoka Tecton X 3 oder der Salomon S/Lab Genesis das Profil gut.

Black Diamond Distance Carbon Z, Detail der Tech Tips mit Hartmetall- und Gummispitze

RunMorph-Fazit

Der Black Diamond Distance Carbon Z ist der vielseitigste Trailstock im Premium-Carbonsegment. Er hat weder das Fliegengewicht des Leki Ultratrail FX.One Superlite noch die ultraschnelle Handschlaufe Shark Frame Strap Mesh. Dafür bietet er wechselbare Tech Tips, eine 2026 um 30 % steifere Steckverbindung, einen EVA-Griff, der selbst nach 20 Stunden im Rennen bequem bleibt, und einen Preis um 180 Euro, der ihn für ambitionierte Hobbyläufer erschwinglich macht.

Für das Mehrzweckprofil Trail + Fastpacking + Winterberge ist er unsere Standardempfehlung. Für reine Skyrace-Wettkämpfer bleibt der Leki FX.One Superlite schärfer. Der Distance Carbon Z glänzt nirgends spektakulär, enttäuscht aber auch nirgends. Genau das ist seine Stärke: Beständigkeit.

Endnote: 8,5/10. Eine sichere Bank, die ihren Status als Z-Fold-Referenz verdient.

Black Diamond Distance Carbon Z, gefaltetes Paar im Z-Fold

Das nimmst du für dein Training mit

  • 280 bis 298 g pro Paar je nach Länge: ein moderates Gewicht für einen Stock aus 100 % Carbon, der ohne Murren vom Trail-Wettkampf zum Fastpacking wechselt.
  • 2026 um 30 % verstärkte Steckverbindungen: Seitliche Schläge im technischen Abstieg werden besser weggesteckt als bei ultradünnen reinen Wettkampfstöcken.
  • Wechselbare Tech Tips (Hartmetall + Gummi): ein einzigartiger Vorteil im Gelände, um in 30 Sekunden pro Stock vom Asphalt auf Fels zu wechseln.
  • Atmungsaktiver Griff aus EVA-Schaum: kommt bei langen Sommerrennen besser mit Schweiß zurecht als Korkgriffe.
  • Speed Cone Push-Button: Aufbau in 2 Sekunden, vorausgesetzt du trainierst den Handgriff bei deinen Trainingsläufen.
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