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24. September 2026

COROS Pace 4 Pro im Test: 40 h GPS und Offline-Karten für 449 €

8,4/10
COROS Pace 4 Pro im Test: 40 h GPS und Offline-Karten für 449 €
  • Dualfrequenz-GPS-Präzision auf dem Niveau der Garmin-Topmodelle.
  • Rekordlaufzeit: 40 h GPS, über 7 echte Tage im Always-on-Modus.
  • Helles 1,47-Zoll-AMOLED, Saphirglas und Titanlünette.

449 € für ein 1,47-Zoll-AMOLED unter Saphirglas, eine Titanlünette, 40 Stunden Dualfrequenz-GPS und Offline-Karten: Mit der Pace 4 Pro, vorgestellt am 22. September 2026, spielt COROS nicht mehr in der Liga der günstigen Uhren. Die Marke greift direkt die Garmin Forerunner 970 an, die 300 € mehr kostet. Bei RunMorph haben wir das offizielle Datenblatt und die ersten unabhängigen Messungen zerlegt, um zu sehen, ob die Rechnung aufgeht.

COROS Pace 4 Pro: Die Pace wird Premium

Die Pace-Reihe ist der Bestseller von COROS, die Serie, mit der sich die Marke bei Läufern ihren Ruf aufgebaut hat: leicht, präzise, ausdauernd, bezahlbar. Die Pace 4 (November 2025, 269 €) brachte das AMOLED-Display, die Pace Pro (349 €) die Karten. Die Pace 4 Pro setzt sich über beide und liefert, was noch fehlte: das größte Display, das COROS je verbaut hat (1,47 Zoll LTPO AMOLED, 466 x 466 Pixel), Saphirglas, eine Lünette aus TC4-Titanlegierung, 32 GB Speicher, einen Lautsprecher zusätzlich zum Mikrofon und Offline-Karten mit Straßennamen.

Das Gehäuse wächst (47,6 x 47,6 mm statt 43,4 mm bei der Pace 4), bleibt aber bemerkenswert flach: 11,8 mm, dünner als die Forerunner 970 (12,9 mm). Am Handgelenk wiegt sie 51 g mit Silikonarmband und 43 g mit Nylonarmband. Die Pace-Familie hat jetzt drei Preisstufen (269, 349, 449 €), was das Lineup weniger übersichtlich macht als früher. Die technische Hierarchie ist aber klar: Die Pace 4 Pro ist die ausgereifteste kompakte COROS.

Das Wichtigste in 3 Sätzen

Die Pace 4 Pro übernimmt das Pace-Rezept (geringes Gewicht, Akkulaufzeit, GPS-Präzision) und ergänzt Display, edle Materialien und Karten, die bisher fehlten. Die ersten unabhängigen Messungen bestätigen ein GPS auf dem Niveau der Garmin-Topmodelle, eine Herzfrequenz sehr nah am Brustgurt und über 7 Tage echte Laufzeit im Always-on-Modus. Dafür verzichtet sie auf Smart-Funktionen (weder NFC-Zahlung noch Musikstreaming), und das offizielle Datenblatt nennt kein EKG, anders als bei der Pace Pro.

8,4
/ 10 · RunMorph-Gesamtnote
GPS-Präzision
9,0 / 10
Akkulaufzeit
9,0 / 10
Display und Design
9,0 / 10
Karten
7,5 / 10
Konnektivität
5,0 / 10
Preis-Leistung
8,5 / 10
Für wen?Für Marathonläufer und Triathleten, die maximale Präzision, Display und Laufzeit wollen, ohne 750 € zu zahlen.
Für wen nicht?Für alle, die kontaktlos bezahlen oder Spotify direkt von der Uhr hören wollen, und für Ultratrail-Läufer auf 100 Meilen, die eher zu einer Vertix greifen.
Der Tipp von RunMorph. Wenn du Karten nicht unbedingt brauchst, bietet dir die COROS Pace 4 für 269 € dieselbe Dualfrequenz-GPS-Präzision für 180 € weniger, und sie hat die Karten per Software-Update bekommen. Willst du Karten in einem kompakteren Format, bleibt die Pace Pro für 349 € ein exzellenter Kompromiss. Die Pace 4 Pro rechtfertigt sich über ihr Display, ihre Materialien und ihre längere Laufzeit.

COROS Pace 4 Pro schräg von vorne, AMOLED-Zifferblatt eingeschaltet, schwarzes Silikonarmband

© COROS, offizielles Foto, zu redaktionellen Zwecken verwendet

Objektive technische Daten: Herstellerangabe vs. Messung

MerkmalOffizielles COROS-DatenblattUnabhängige Messung
Marktstart22. September 2026In Frankreich ab Launch erhältlich (coros.com, i-Run, Alltricks)
Gehäuse47,6 x 47,6 x 11,8 mm, faserverstärktes Polymer, TC4-Titanlünette, SaphirglasVerarbeitung deutlich verbessert, die hochwertigste kompakte COROS
Gewicht51 g (Silikon) / 43 g (Nylon)Rund um die Uhr bequem, bleibt nicht an Jackenärmeln hängen
Display1,47 Zoll LTPO AMOLED, 466 x 466 px, Touchscreen, Always-onDas hellste der Marke, selbst im Standby ablesbar, bis zu 13 Datenfelder
Laufzeit im Alltag21 Tage (7 Tage Always-on)Über 7 Tage gemessen im Always-on-Modus mit einem GPS-Lauf pro Tag und Live-Herzfrequenz: besser als versprochen
GPS-Laufzeit60 h Standard, 40 h Dualfrequenz (30 h Always-on), 15 bis 17 h mit MusikRund 40 h im Modus maximale Genauigkeit, wie angegeben
GNSSGPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS, Dualfrequenz auf allen SystemenTracks auf dem Niveau einer Forerunner 970 und einer Fenix 9 Pro auf denselben Strecken
Optische HerzfrequenzNeueste COROS-GenerationBeim Laufen und Radfahren sehr nah am Brustgurt; einige Ausreißer beim Krafttraining
KartenLandschaftskarte mit Straßennamen (weltweit) + regionale Topo, offline herunterladbarKein Routing: Turn-by-Turn-Navigation nur auf in der App geplanten Routen
SensorenHerzfrequenz, SpO2, barometrischer Höhenmesser, 3D-Kompass, Gyroskop, ThermometerKein EKG im französischen Datenblatt, anders als bei der Pace Pro
Audio und Speicher32 GB, MP3 offline, Mikrofon + Lautsprecher (Freisprechen, Sprachnotizen)Kein Streaming (Spotify, Deezer fehlen)
Kontaktloses BezahlenNeinBestätigt: kein NFC
Wasserdichtigkeit5 ATMSchwimmen an der Oberfläche, kein Tauchen
Preis449 €Zum Launch bei französischen Händlern identisch

Zwei Erkenntnisse. Erstens: Die großen Versprechen werden gehalten, und die Alltagslaufzeit übertrifft in den ersten Praxistests sogar das Datenblatt, was selten genug ist, um es zu betonen. Zweitens: COROS steht zu seinen Entscheidungen (kein NFC, kein Streaming, kein EKG in diesem Datenblatt, keine routingfähigen Karten), und genau die grenzen die Pace 4 Pro klar von einer Garmin Forerunner 970 ab, die teurer, aber deutlich smarter ist.

COROS Pace 4 Pro im Profil, flaches 11,8-mm-Gehäuse und seitliche Tasten

© COROS, offizielles Foto, zu redaktionellen Zwecken verwendet

GPS-Präzision und Herzfrequenzsensor: Referenzniveau

Das ist der Punkt, an dem sich bei einer Laufuhr alles entscheidet, und die ersten unabhängigen Messungen sind eindeutig: Im Dualfrequenz-Modus mit allen Satellitensystemen liegen die Tracks der Pace 4 Pro deckungsgleich auf denen einer Garmin Forerunner 970 und Fenix 9 Pro, die bei denselben Läufen getragen wurden, selbst in der Stadt zwischen hohen Gebäuden. COROS hat offensichtlich die Chipsatz-Qualität beibehalten, die schon die große Stärke der Pace 4 war.

Bei der optischen Herzfrequenz liegt der neue Sensor beim Laufen und Radfahren sehr nah am Brustgurt, mit nur kurzen, vereinzelten Ausreißern. Wie jeder Handgelenksensor stößt er beim Krafttraining an seine Grenzen, dort werden die Abweichungen etwas größer. Für kurze Intervalleinheiten, bei denen jeder Schlag zählt, bleibt der Brustgurt die Referenz. Für das tägliche Tracking und lange Läufe ist die Messung am Handgelenk aber inzwischen zuverlässig. Ein Detail zählt innerhalb der Reihe: Das offizielle französische Datenblatt der Pace 4 Pro nennt keinen EKG-Sensor, während die Pace Pro einen hat.

Karten und Navigation: offline, aber ohne Routing

Die Pace 4 Pro bringt Landschaftskarten mit Straßennamen (weltweit herunterladbar) und regionale Topo-Karten mit, ein entscheidender Schritt gegenüber der einfachen Brotkrümelspur der Pace 3. Auf dem 1,47-Zoll-Display läuft die Touch-Navigation (Zoomen, Verschieben) flüssig, und der Prozessor lädt die Kartenkacheln ohne spürbare Verzögerung.

Wichtige Einschränkung: Diese Karten sind nicht routingfähig. Du kannst die Uhr nicht selbst eine Route berechnen lassen, wie es die TopoActive-Karten von Garmin erlauben. Auf einer Route, die du in der COROS-App geplant (oder als GPX importiert) hast, bekommst du dagegen Turn-by-Turn-Navigation, Höhenprofil und Hinweise auf Anstiege und Abfahrten. Dazu kommen Zurück zum Start, Warnung bei Streckenabweichung, Checkpoints, Live-Standortfreigabe per Link und SOS-Alarme. Für 95 % deiner Läufe reicht das locker; für komplett spontane Touren in den Bergen hat Garmin weiter die Nase vorn.

COROS Pace 4 Pro von hinten, optischer Herzfrequenzsensor und Gehäusegravur

© COROS, offizielles Foto, zu redaktionellen Zwecken verwendet

Trainingsmetriken: EvoLab, aber kein morgendlicher Bereitschaftswert

Die EvoLab-Suite deckt das Wesentliche ab: geschätzte VO2max, Trainingsbelastung, Ermüdung, Erholung, Wettkampfprognose von 5 km bis Marathon, Schwellenzonen, Laufleistungsniveau und jetzt auch die nächtliche HRV, um deine Form zu verfolgen. Die Multi-Daten-Ansicht zeigt bis zu 13 Felder gleichzeitig (lesbar, aber das ist viel). Sprachnotizen, die du nach der Einheit aufnimmst, werden in der App automatisch transkribiert: praktisch, um dein Körpergefühl festzuhalten, ohne das Handy zu zücken.

Die bekannte Schwäche von COROS bleibt: kein zusammenfassender Bereitschaftswert am Morgen wie Garmins Training Readiness. Du hast HRV und Erholung, aber die Verknüpfung musst du selbst machen. Die App gleicht das mit ihrer Übersichtlichkeit und direkten Integrationen aus (Strava, TrainingPeaks, Komoot, Apple Health, Decathlon), ohne Abo.

Echte Akkulaufzeit: besser als das Datenblatt

COROS gibt 21 Tage im Alltag an, 7 Tage im Always-on-Modus, 60 h Standard-GPS und 40 h mit Dualfrequenz. Die ersten Praxistests schaffen mehr: über 7 Tage im Always-on-Modus mit einem GPS-Lauf pro Tag und durchgehender Herzfrequenzmessung, während eine Forerunner 970 unter denselben Bedingungen 4 bis 5 Tage hält. Im Modus maximale Genauigkeit bestätigen sich die angegebenen 40 h, genug für einen Ironman oder 100 km, ohne auch nur darüber nachzudenken. Eine volle Ladung dauert etwa 1 h 30.

Für wen?

Straßenläufer, von 10 km bis Marathon

Das ist ihr Revier: GPS-Präzision auf Topniveau, zuverlässige Herzfrequenz, ein riesiges Display, auf dem du deine Pace im Intervall mit einem Blick ablesen kannst, und eine Laufzeit, bei der du das Ladekabel vergisst. Schwankst du zwischen ihr und der Forerunner 970, läuft die Frage auf 300 € Unterschied und die Smart-Funktionen hinaus.

Triathleten

Multisport ab Werk, 5 ATM, 40 h Dualfrequenz-GPS: Ein kompletter Ironman ist kein Problem. Fehlendes NFC und Streaming spielen hier kaum eine Rolle. Einzige Einschränkung: kein ANT+, externe Sensoren verbinden sich nur per Bluetooth.

Trailläufer, mit Einschränkung bei der Distanz

Die Offline-Karten mit Straßennamen verändern im Vergleich zur Pace 3 alles. Mit 40 h Dualfrequenz zielt die Pace 4 Pro aber auf Trails bis etwa 100 km. Für einen 100-Meilen-Lauf oder eine ganze Woche ohne Steckdose sind die COROS Apex 4 (65 h GPS) oder eine Vertix die entspanntere Wahl.

COROS Pace 4 Pro vs. Garmin Forerunner 970 vs. COROS Pace 4: der Vergleich

KriteriumCOROS Pace 4 ProGarmin Forerunner 970COROS Pace 4
Preis449 €749 € (649 € im Angebot)269 €
DisplayAMOLED 1,47" 466 x 466, SaphirAMOLED 1,4" 454 x 454, SaphirAMOLED 1,2" 390 x 390, Mineralglas
LünetteTC4-TitanTitanPolymer
Gewicht51 g (Silikon)56 g40 g
Dualfrequenz-GPS40 h21 h31 h
KartenOffline, ohne RoutingTopoActive mit RoutingBrotkrümelspur (Karten per Update nachgereicht)
NFC-ZahlungNeinJaNein
MusikMP3 offline (32 GB)Streaming + offlineMP3 (4 GB)
EKG / TaschenlampeNein / NeinJa / JaNein / Nein

Das Duell ist eindeutig. Die Pace 4 Pro zieht bei der Präzision mit der Forerunner 970 gleich, übertrifft sie bei Display und Laufzeit und kostet zum Listenpreis 300 € weniger. Die Garmin kontert mit routingfähigen Karten, NFC, Streaming, Taschenlampe und EKG: ein Funktionspaket, das den Aufpreis rechtfertigt, wenn du es wirklich nutzt. Gegenüber der Pace 4 bringt die Pro ein größeres und helleres Display, Saphir, Titan, 32 GB, einen Lautsprecher und mehr Laufzeit; die Pace 4 bleibt für 269 € die clevere Wahl, wenn dich diese Extras nicht reizen.

Was die Pace 4 Pro richtig gut macht
  • Dualfrequenz-GPS-Präzision auf dem Niveau der Garmin-Topmodelle.
  • Rekordlaufzeit: 40 h GPS, über 7 echte Tage im Always-on-Modus.
  • Helles 1,47-Zoll-AMOLED, Saphirglas und Titanlünette.
  • Offline-Karten mit Straßennamen und Turn-by-Turn-Navigation.
  • 300 € günstiger als die Forerunner 970 bei gleicher sportlicher Leistung.
Ihre echten Schwächen
  • Weder NFC-Zahlung noch Musikstreaming (kein Spotify).
  • Karten ohne Routing: keine spontane Routenberechnung.
  • Kein EKG im französischen Datenblatt, anders als bei der Pace Pro.
  • Kein morgendlicher Bereitschaftswert wie Training Readiness.
  • Kein ANT+: externe Sensoren nur per Bluetooth.

COROS Pace 4 Pro schräg von hinten, schwarzes Silikonarmband und Schließe

© COROS, offizielles Foto, zu redaktionellen Zwecken verwendet

So baust du sie in deinen RunMorph-Trainingsplan ein

Bei RunMorph sehen wir sie als Uhr für strukturierte Läufer: Du baust deine Einheiten in deinem RunMorph-Trainingsplan auf (Intervalle, Zielpace, lange Läufe), setzt sie am Handgelenk mit einer Präzision um, die keine Ausreden bei der Messung zulässt, und hältst dein Körpergefühl mit transkribierten Sprachnotizen fest. Die Integrationen mit Strava und TrainingPeaks sorgen dafür, dass deine Daten reibungslos fließen.

In harten Wochen nutzt du die Multi-Daten-Ansicht im Intervall (Pace, Herzfrequenz, Restzeit auf einer Seite) und die nächtliche HRV, um deine harten Einheiten anzupassen. Ihre Laufzeit schenkt dir etwas Einfaches, aber Wertvolles: Du startest nie wieder mit 30 % Akku in einen langen Lauf, weil du am Vorabend das Laden vergessen hast.

Das Urteil des RunMorph-Coachs

Die COROS Pace 4 Pro ist die ausgereifteste Uhr, die die Marke je gebaut hat: Sie behält die Pace-DNA (geringes Gewicht, Laufzeit, Präzision) und ergänzt Display, Materialien und Karten, die sie auf das Niveau der Referenzen ab 700 € heben. Die ersten unabhängigen Messungen bestätigen die Versprechen, die echte Laufzeit liegt sogar über der Herstellerangabe. Die Abstriche (NFC, Streaming, EKG, Karten-Routing, ANT+) sind real, aber gezielt: Sie betreffen dein Training nicht. Für 449 € ist sie schlicht die beste sportliche Leistung pro ausgegebenem Euro, die du aktuell bekommst. RunMorph-Note: 8,4/10.

COROS Pace 4 Pro von vorne, Bildschirm zur Entwicklung der Trainingsintensität auf Französisch

© COROS, offizielles Foto, zu redaktionellen Zwecken verwendet

Das Wichtigste für dein Training

  • Dualfrequenz-GPS auf dem Niveau einer Forerunner 970, für 300 € weniger.
  • 40 h GPS mit maximaler Genauigkeit: ein Ironman oder 100 km, ohne auf den Akku zu achten.
  • Über 7 echte Tage im Always-on-Modus gemessen, mehr als im Datenblatt.
  • Offline-Karten mit Straßennamen, aber ohne Routing: Plane deine Routen in der App.
  • Kein NFC, kein Streaming, kein EKG: Wenn dir diese Funktionen wichtig sind, schau dir die Forerunner 970 oder die Pace Pro an.
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