Die COROS Pace Pro bietet 2026 eine seltene Kombination: ein 1,3-Zoll-AMOLED-Display mit 1500 nits, Multi-Band-GPS mit L1+L5, weltweite Offline-Kartografie und 38 Stunden Akkulaufzeit im GPS-Modus mit allen Satellitensystemen, und das alles in einem 49 g leichten Polymergehäuse (37 g mit Nylonarmband) für 349 €. So viel Ausstattung zu diesem Preis hatte es im AMOLED-Segment der Mittelklasse noch nie gegeben.
COROS Pace Pro im Test: 37 g, AMOLED und Offline-Karten für 349 €
COROS Pace Pro: die erste AMOLED-Uhr von COROS, und noch viel mehr
Die Pace Pro ist nicht einfach die Premiumversion der Pace 4. Es handelt sich um die erste COROS-Uhr mit AMOLED-Display und die erste der Marke mit weltweiter Offline-Kartografie. Vorgestellt am 31. Oktober 2024, positioniert sich die Pace Pro über der Pace 4 (269 €, ebenfalls AMOLED, aber ohne vollständige Kartografie) und deutlich unter der Apex 4 oder der Vertix 2S. Das 46-mm-Gehäuse aus glasfaserverstärktem Polymer hat seitlich eine digitale Krone, ein Erbe der COROS-Tradition von Apex Pro und Vertix. Der 1,3"-Touchscreen löst mit 416 x 416 px auf und erreicht 1500 nits, die GPS-Akkulaufzeit liegt bei 38 Stunden im All-Systems-Modus und bei 31 Stunden mit Dual-Frequenz L1+L5: Werte, die eher an eine hochwertige transflektive Uhr erinnern als an eine AMOLED-Uhr der Mittelklasse. Die Zielgruppe: anspruchsvolle Läufer, die ein modernes AMOLED-Display wollen, ohne 600 € und mehr zu bezahlen, und die das Daten-Ökosystem von COROS schätzen.
Der RunMorph-Tipp: Die Pace Pro ist die AMOLED-Uhr von COROS, die die Pace 4 ins Wanken bringt. Wenn du weltweite Offline-Kartografie und ein ultrahelles AMOLED-Display willst, ohne wie bei der Garmin Forerunner 970 bis auf 749 € zu gehen, ist sie deine Wahl. Für 30 % weniger Geld bekommst du 80 % der Funktionen, die für Läufer und vielseitige Trailrunner wirklich zählen.

© COROS, offizielles Foto, redaktionell verwendet
Technische Daten
| Merkmal | COROS Pace Pro |
|---|---|
| Marke | COROS |
| Modell | Pace Pro (getestete Farbe: Black) |
| Offizieller Marktstart | 31. Oktober 2024 |
| Gehäuse | 46 x 46 mm, 12 mm dick, glasfaserverstärktes Polymer + Mineralglas |
| Gewicht | 49 g (22-mm-Silikonarmband) / 37 g (Nylonarmband) |
| Display | AMOLED-Touchscreen 1,3", 416 x 416 px, 1500 nits |
| Akkulaufzeit Smartwatch | 20 Tage im Alltag ohne Always-On, 6 Tage mit AOD |
| Akkulaufzeit GPS | 38 h All Systems / 31 h Dual-Frequenz L1+L5 |
| GNSS | Multi-Band mit Dual-Frequenz: GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS |
| Sensoren | Optischer Herzfrequenzsensor, SpO2, EKG, barometrischer Höhenmesser, Beschleunigungssensor, Gyroskop, 3D-Kompass, Thermometer |
| Kartografie | Ja, weltweite topografische Offline-Karten, per WLAN herunterladbar |
| Prozessor | Ambiq Apollo510, 66 % schneller als die Pace 3 |
| Sportprofile | Straßenlauf, Trail, Radfahren, Schwimmen, Triathlon, Krafttraining, Wintersport und mehr als 25 Modi |
| Musikspeicher | 32 GB, lokale MP3-Dateien (kein Streaming von Spotify oder Deezer) |
| Kontaktloses Bezahlen | Nein |
| Wasserschutz | 5 ATM (50 m) |
| Smartphone-Verbindung | Bluetooth, WLAN 2,4 GHz |
| Preisempfehlung Frankreich | 349 € |
Für wen eignet sich die COROS Pace Pro?
Der anspruchsvolle Straßenläufer, der ein modernes AMOLED-Display will, ohne sein Sparschwein zu plündern
Wenn du als Straßenläufer 40 bis 80 km pro Woche abspulst, einen Halbmarathon oder Marathon vorbereitest und in dichter Bebauung ein GPS willst, das auf den Meter genau arbeitet, erfüllt die Pace Pro alle Anforderungen. Das Dual-Frequenz-GPS mit L1+L5 hält die Aufzeichnung sauber auf der Straße, während ein Single-Band-Chip in Häuserschluchten abdriftet. Das AMOLED-Display mit 1500 nits bleibt in der prallen Junisonne genauso gut ablesbar wie beim Lauf in der Nacht, und die EvoLab-Suite (Training Load, Recovery Timer, Race Predictor, VO2 max) unterstützt einen strukturierten Trainingsaufbau, ohne wie manche Konkurrenten ein kostenpflichtiges Abo zu verlangen. Ein Detail, das im Wettkampf den Unterschied macht: Mit der digitalen Krone blätterst du durch die Datenseiten, ohne den von Regen oder Schweiß nassen Touchscreen berühren zu müssen.
Der vielseitige Trailrunner, der Kartografie will, ohne in eine höhere Preisklasse aufzusteigen
Die weltweite Offline-Kartografie, kostenlos über den COROS-Kartenmanager und das WLAN der Uhr heruntergeladen, verändert in diesem Preissegment die Spielregeln. Du startest auf einem unbekannten Pfad in den Cevennen oder im Vercors und verfolgst die Route in Farbe am Handgelenk, mit Höhenlinien und Points of Interest, genau wie auf einer Forerunner 970 oder einer Suunto Race 2, die drei- bis viermal so viel kosten. Im Dual-Frequenz-Modus hält die Uhr 31 Stunden durch, mehr als genug für einen Ultratrail über 100 km. Der barometrische Höhenmesser erfasst die Höhenmeter präzise, und die Funktion „Zurück zum Start“ gibt Sicherheit, wenn die Nacht hereinbricht.
Der Kurzdistanz-Triathlet mit begrenztem Budget
Wenn du als Triathlet die Sprint- oder olympische Distanz anpeilst und keine 700 € für eine reine Triathlonuhr ausgeben willst, erledigt die Pace Pro den Job. Profile für Beckenschwimmen, Freiwasserschwimmen, Radfahren und Laufen mit automatischen Wechseln, Wasserschutz bis 5 ATM und ein optischer Herzfrequenzsensor, der im Grundlagenbereich zuverlässig misst. Der einzige echte Kompromiss: kein Multisportmodus mit Schnellwechsel, der so ausgefeilt ist wie bei einer auf Triathlon ausgelegten Forerunner 970, und der optische Sensor misst bei kurzen Intervallen ungenauer als High-End-Modelle. Mit einem textilen Brustgurt als Ergänzung verschwindet dieser Kompromiss.
GPS-Genauigkeit und Herzfrequenzsensor
Hier trennt sich eine gute Laufuhr von einer hervorragenden. Das Multi-Band-GPS mit L1+L5 der Pace Pro wird vom Prozessor Ambiq Apollo510 angetrieben, der 2-mal so leistungsstark ist wie der Chip der Pace 3 und 66 % schneller arbeitet. In der Praxis steht der Satellitenfix nach ein paar Eingewöhnungsläufen in weniger als 3 Sekunden, und die Aufzeichnung klebt am Pfad, selbst unter dichtem Blätterdach oder zwischen Hochhäusern. Unabhängige Messungen aus dem Ausland bestätigen, dass die Pace Pro bei der GPS-Genauigkeit in der Liga der High-End-Uhren mitspielt, und das für 349 €. Auf vermessenen Runden (5 km, 10 km) weichen die gemessenen Distanzen nur um wenige Meter ab.
Der optische Herzfrequenzsensor der neuen Generation, kombiniert mit SpO2 und EKG, begleitet ruhige Grundlagenläufe ohne Aussetzer. Abweichungen zeigen sich bei sehr kurzen Intervallen (zum Beispiel 30 Sekunden) mit steilem Pulsanstieg: Das ist kein COROS-spezifischer Mangel, sondern die physikalische Grenze der optischen Messung am Handgelenk. Wenn du sehr präzise an der Schwelle oder im Bereich deiner maximalen aeroben Geschwindigkeit trainierst, bleibt ein textiler Brustgurt die beste Wahl, und der verbindet sich problemlos per Bluetooth.

© COROS, offizielles Foto, redaktionell verwendet
Kartografie und Navigation
Das ist die große Neuerung der Pace Pro gegenüber der Pace 3 und der Pace 4: vollständige Offline-Kartografie. Du verbindest die Uhr mit deinem 2,4-GHz-WLAN zu Hause, lädst die Region oder das Land über die COROS-App herunter, und die kostenlose weltweite topografische Karte bleibt dauerhaft auf der Uhr gespeichert. Auf dem Display siehst du Straßennamen, benannte Wege, Points of Interest und Höhenlinien, bequem bedienbar per Touchscreen und digitaler Krone. Zoomen und Verschieben laufen flüssig und ohne spürbare Verzögerung, genau dort, wo frühere Generationen noch bremsten.
Die klassischen Navigationsfunktionen sind an Bord: Routenführung mit GPX-Dateien aus Komoot oder Strava, Zurück zum Start, Warnung bei Routenabweichung. Ein paar sehr fortgeschrittene Funktionen fehlen noch, etwa die detaillierte Analyse der verbleibenden Anstiege wie bei Garmin ClimbPro (die hauseigene Konkurrenz COROS Apex 4 hat diese Lücke im Oktober 2025 geschlossen), aber für Trailrunner, die unterwegs ihre Position prüfen wollen, ohne das Handy zu zücken, ist der Kompromiss vertretbar.
Trainings- und Erholungswerte
COROS liefert das EvoLab-Ökosystem, das die Daten der Uhr in der kostenlosen App und im webbasierten Training Hub aufbereitet. Die wichtigsten Kennzahlen: Training Load (akute Belastung über 7 Tage und chronische Belastung über 42 Tage), Recovery Timer (empfohlene Erholungszeit nach jeder Einheit), Race Predictor (Zeitprognose für 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon auf Basis der letzten Läufe), Base Fitness (allgemeiner Fitnesszustand). Die VO2 max wird nach den ersten Schwellenläufen geschätzt und mit der Zeit immer genauer.
Eine Funktion, die Trailrunner besonders schätzen: Du kannst einen individuellen Trainingsplan als .fit- oder .erg-Datei auf die Uhr laden, Einheit für Einheit, mit vorgegebenen Herzfrequenz- oder Pace-Zonen. Der Schlaf wird in Leicht-, Tief- und REM-Schlaf aufgeschlüsselt, und die Herzfrequenzvariabilität beim Aufwachen liefert ein aussagekräftiges Signal für angesammelte Ermüdung. Wer ein adaptives Programm nach dem Vorbild der Garmin Daily Suggested Workouts sucht, findet bei COROS offizielle Trainingspläne (5 km bis Marathon), kostenlos zum Herunterladen und mit der Uhr synchronisierbar.
Akkulaufzeit in der Praxis
Die Herstellerangaben von COROS halten im Alltag: 20 Tage bei täglicher Nutzung ohne Always-On-Display, 6 Tage mit dauerhaft aktiviertem AOD. Im GPS-Trainingsmodus mit allen Satellitensystemen (All Systems) hält die Pace Pro bis zu 38 Stunden durch, im präzisesten Modus mit Dual-Frequenz L1+L5 sind es 31 Stunden. Das reicht für einen Ultratrail bis 100 km im Multi-Band-Modus und mit All Systems plus externem Herzfrequenzsensor für deutlich mehr.
Konkret: Wenn du 5 Einheiten pro Woche mit durchschnittlich 1 Stunde läufst, hält die Pace Pro 2 bis 3 Wochen zwischen zwei Ladevorgängen durch. Das Laden über das proprietäre USB-C-Kabel dauert von 0 auf 100 % weniger als 2 Stunden. Diese Energieeffizienz ist im AMOLED-Segment selten und erklärt zu einem großen Teil die Premium-Positionierung der Pace Pro.
Vergleich mit der Konkurrenz
Für 349 € hat die Pace Pro wenige direkte Konkurrenten, die AMOLED, Multi-Band mit L1+L5, Offline-Kartografie und lange Akkulaufzeit vereinen. So schlägt sie sich gegen die aktuellen Referenzmodelle.
| Modell | Display | GPS | Offline-Karten | GPS-Akkulaufzeit | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| COROS Pace 4 | AMOLED 1,2" | Multi-Band L1+L5 | Nein (Breadcrumb) | 41 h All Systems | 269 € |
| COROS Pace Pro | AMOLED 1,3" | Multi-Band L1+L5 | Ja, weltweit | 38 h All Systems | 349 € |
| Suunto Race 2 (Titanium Trail) | AMOLED 1,5" | Multi-Band L1+L5 | Ja, weltweit | 55 h Multi-Band | 599 € |
| Garmin Forerunner 970 | AMOLED 1,4" | Multi-Band L1+L5 | Ja, TopoActive Europe | 21 h Multi-Band | 749 € |
Die Pace 4 bleibt die günstigste Option (269 €), verzichtet aber auf vollständige Kartografie zugunsten einer Breadcrumb-Navigation. Die Suunto Race 2 schlägt alle bei der Multi-Band-Akkulaufzeit (55 h) und mit ihrer Titanverarbeitung, kostet aber 250 € mehr. Die Forerunner 970 öffnet das Garmin-Ökosystem mit EKG, LED-Taschenlampe und 32 GB Musikspeicher, zum doppelten Preis der Pace Pro. Fazit: Beim Preis-Leistungs-Verhältnis unter den Multi-Band-AMOLED-Uhren mit Kartografie ist die Pace Pro derzeit die Referenz unter 400 €.
So baust du sie in deinen RunMorph-Trainingsplan ein
Die Pace Pro ist ein reines Datenwerkzeug: Damit sie deinen Fortschritt voranbringt, braucht sie einen strukturierten Rahmen. Mit den RunMorph-Trainingsplänen ergeben sich zwei Haupteinsätze. Erstens die Belastungssteuerung in einem Marathonzyklus: Du planst deine Läufe in der COROS-App oder importierst die .fit-Dateien von RunMorph, die Uhr führt dich durch die Einheit (HF-Zonen, Zielpace, Alarme), und im Training Hub siehst du die kumulierte Belastung, um dein Wochenvolumen anzupassen. Zweitens die Erholungskontrolle im Tapering: Die HRV beim Aufwachen und der Recovery Timer zeigen dir, ob du eine weitere Qualitätseinheit anhängen kannst oder ob ein lockerer Tag sinnvoller ist.
Für Trailrunner, die einem RunMorph-Ultraplan folgen, wird die Pace Pro beim Long Run zum Cockpit: Offline-Karte für die Sicherheit, HF-Zonenalarme, um in den ersten 4 Stunden in Zone 2 zu bleiben, und genug Akku für einen 6- bis 7-stündigen Lauf im Multi-Band-Modus. Und das alles zum Preis eines Paars High-End-Laufschuhe plus Trailrucksack.

© COROS, offizielles Foto, redaktionell verwendet
Das RunMorph-Urteil
Die COROS Pace Pro ist die vollständigste AMOLED-Uhr der Mittelklasse unter 400 €. Für 349 € liefert sie, was es in diesem Segment vor 18 Monaten noch nicht gab: ein perfekt ablesbares AMOLED-Display mit 1500 nits, ein Multi-Band-GPS mit L1+L5 und seltener Präzision, eine dank des neuen Apollo510-Prozessors reaktionsschnelle weltweite Offline-Kartografie und 38 Stunden GPS-Akkulaufzeit, die einen Ultratrail ohne Bangen abdecken. Die Abstriche halten sich in Grenzen: kein Saphirglas (das Mineralglas ist anfälliger für feine Kratzer), ein optischer Herzfrequenzsensor mit Schwächen bei sehr schnellen kurzen Intervallen, kein kontaktloses Bezahlen, kein Musikstreaming (nur lokale MP3-Dateien). Für Läufer, die auf die Funktionen setzen, die im Training und im Wettkampf zählen, sind diese Kompromisse angesichts der 250 bis 400 € Ersparnis gegenüber den Premium-Referenzen vernünftig.
RunMorph-Note: 9/10
Das Wichtigste für dein Training
- AMOLED mit 1500 nits: perfekte Ablesbarkeit in praller Sonne oder beim Lauf in der Nacht, in diesem Punkt kein Kompromiss mehr gegenüber einem transflektiven MIP-Display.
- Multi-Band-GPS mit L1+L5: straßengenaue Präzision in dichten Innenstädten und zuverlässige Aufzeichnung unter Blätterdach, auf dem Niveau von Uhren ab 700 €.
- Weltweite Offline-Kartografie: topografische Karten kostenlos per WLAN herunterladbar, zusätzliche Sicherheit auf unbekannten Trails.
- 38 Stunden GPS im All-Systems-Modus: deckt einen Ultra bis 100 km entspannt ab, Laden per USB-C in weniger als 2 Stunden.
- Kostenloses EvoLab-Ökosystem: Training Load, Recovery Timer, Race Predictor, VO2 max und offizielle Trainingspläne, ganz ohne kostenpflichtiges Abo.

© COROS, offizielles Foto, redaktionell verwendet
