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21. August 2026

Maurten Solid 160 im Test: Verträglichkeit vor Geschmack

7,8/10
Maurten Solid 160 im Test: Verträglichkeit vor Geschmack

Maurten hat sich mit flüssigem Hydrogel einen Namen gemacht, überträgt seine Philosophie aber auch auf feste Nahrung. Der Solid 160 richtet sich an Läuferinnen und Läufer, die auf langen Distanzen die Konsistenz wechseln wollen, ohne auf die Verträglichkeit zu verzichten, mit der die schwedische Marke groß geworden ist. RunMorph hat unabhängige Tests abgeglichen, um zu prüfen, ob der Riegel dasselbe Versprechen hält wie die Gels.

Maurten Solid 160 Energieriegel in schwarzer Verpackung
© Maurten, offizielles Foto, redaktionell verwendet

Das Wichtigste in 3 Sätzen

Der Maurten Solid 160 ist ein Energieriegel auf Hafer- und Reisbasis mit 40 g Kohlenhydraten und 202 kcal, gedacht für Abwechslung bei langen Belastungen, ohne den Magen zu stören. Vorgeschnitten in zwei Portionen à 20 g folgt er derselben schnörkellosen Logik wie der Rest des Maurten-Sortiments: wenige Geschmacksrichtungen, kein Schnickschnack, viel Verlässlichkeit für die Verdauung. Der sehr neutrale, fast fade Geschmack kann alle irritieren, die sich genussvollere Verpflegung wünschen, und für den täglichen Einsatz im Training bleibt der Preis hoch.

7,8
/ 10 · RunMorph-Gesamtnote
Verträglichkeit
9 / 10
Praxistauglichkeit
8,5 / 10
Geschmack
5,5 / 10
Kohlenhydratzufuhr
8 / 10
Preis-Leistung
5,5 / 10
Für wen?Für alle, die klassische Gels auf Dauer schlecht vertragen und eine feste, geschmacksneutrale Kohlenhydratquelle suchen, um im Marathon und Ultra die Konsistenz zu wechseln.
Für wen nicht?Für alle, die unterwegs Genuss wollen oder das beste Verhältnis von Kohlenhydraten zu Preis für das tägliche Training suchen.

Maurten Solid 160: der Riegel, der die Hydrogel-Philosophie in feste Form bringt

Maurten wurde mit seinen Hydrogel-Gels bekannt, die ein Teil der Elite wegen ihrer Verträglichkeit bei hoher Intensität schätzt. Der Solid 160 überträgt diese Philosophie auf den Riegel: wenig Geschmack, keine Überraschungen, ein einziges Ziel, nämlich Kohlenhydrate zu liefern, ohne den Magen zu belasten. Während andere Marken auf Genuss setzen, damit die Verpflegung leichter runtergeht, steht Maurten zu einem rein funktionalen Ansatz.

Er ergänzt das bereits breite Ernährungsangebot bei RunMorph, neben dem Gel 160, seinem flüssigen Gegenstück, und dem Baouw Barre énergétique Extra, der mit Geschmack und Bio-Qualität das genaue Gegenteil verkörpert. Den Solid 160 gibt es auch als Kakao-Variante für etwas Abwechslung, ohne dass er je das neutrale, süße Register verlässt, das die ganze Marke prägt.

Der Tipp von RunMorph: Nutze die zwei vorgeschnittenen Portionen à 20 g, um die Aufnahme im Long Run aufzuteilen, statt den ganzen Riegel auf einmal zu essen, vor allem wenn du es nicht gewohnt bist, bei zügiger Pace feste Nahrung zu dir zu nehmen.

Technische Daten des Maurten Solid 160

MarkeMaurten
ModellSolid 160 (neutraler Geschmack)
FormatRiegel mit 55 g, vorgeschnitten in 2 Portionen mit je 20 g Kohlenhydraten
BasisGlutenfreier Hafer und Reismehl
Energie202 kcal / 855 kJ pro Riegel
Kohlenhydrate40 g, davon 17,2 g Zucker
Fett3,3 g, davon 0,5 g gesättigte Fettsäuren
Eiweiß2,3 g
Salz0,61 g
ErnährungsweiseVegetarisch und vegan
Offizieller PreisEtwa 3,45 € pro Stück

Maurten Solid 160 ausgepackt und in zwei Portionen geteilt
© Maurten, offizielles Foto, redaktionell verwendet

Der Praxistest: Verträglichkeit bestätigt, Geschmack polarisiert

RunMorph hat zwei französische Tests abgeglichen, die auf mehreren Wochen Nutzung beim Laufen und Radfahren beruhen. Beide haben den Solid 160 zusammen mit dem restlichen Maurten-Sortiment geprüft, sodass wir die Rückmeldungen aus verschiedenen Sportarten vergleichen konnten.

Bei der Verträglichkeit sind sich beide Tests uneingeschränkt einig: keinerlei Probleme, weder Völlegefühl noch Übelkeit, selbst bei einem Tester, der sich als magenempfindlich beschreibt. Die Konsistenz wird einhellig als leicht zu kauen und zu schlucken gelobt, auch bei moderater Belastung, und du brauchst kaum Wasser, um einen Bissen runterzuspülen. Das vorgeschnittene Format mit zwei Hälften à 20 g gilt als echter praktischer Pluspunkt: Du kannst die Aufnahme auf dem Rad wie beim Laufen aufteilen, statt den ganzen Riegel auf einmal zu essen.

Beim Geschmack dagegen beschreiben beide Tests ein sehr neutrales Profil, wörtlich „Getreide mit Zucker vermischt“, ohne ausgeprägtes Aroma. Ein Test hält fest, dass das nicht unangenehm ist, aber alle irritieren kann, die etwas Genussvolleres suchen. Die Kakao-Variante bringt etwas mehr Genuss, ohne zur Süßigkeit zu werden. Ein Test merkt außerdem an, dass der Riegel süßer schmeckt als die Gels oder das Getränk derselben Produktlinie. Behalte das im Hinterkopf, wenn dein Gaumen wiederholte Süße auf langen Distanzen schlecht verträgt.

Maurten Solid 160 vs. Baouw Barre énergétique Extra: der Vergleich für die Wahl

Maurten Solid 160Baouw Barre énergétique Extra
PositionierungFunktional, neutralGenussvoll, bio
Kohlenhydrate40 gJe nach Rezeptur unterschiedlich
Format55 g, in 2 vorgeschnitten50 g, XXL-Format
GeschmackSehr neutralAusgeprägt, genussvoll
HerkunftSchwedenFrankreich, Made in France, bio
Preis~3,45 €~3,25 €

Beide Riegel zielen auf denselben Einsatz bei langen Belastungen, verfolgen aber eine diametral entgegengesetzte Philosophie. Der Solid 160 setzt auf Neutralität und reine Verlässlichkeit für die Verdauung, auch wenn dabei jeder Genuss auf der Strecke bleibt. Der Baouw Extra macht es umgekehrt: eine Bio-Rezeptur mit Genussanspruch für alle, denen Essen beim Laufen wenigstens ein bisschen Freude machen soll. Hat die Verdauung im Wettkampf für dich absolute Priorität, punktet der Solid 160 mit seiner Neutralität und seinem Platz in einem bereits durchdachten Ernährungssystem (Drink Mix, Gel, Solid). Suchst du eine französische Bio-Alternative mit mehr Charakter, bleibt der Baouw Extra die Referenz in unserem Katalog für dieses Segment.

Vor- und Nachteile

Vorteile
  • Verträglichkeit in unabhängigen Tests bestätigt, keine Probleme selbst unter Belastung
  • Präzise, leicht nachvollziehbare 40 g Kohlenhydrate, passend zum gesamten Maurten-System
  • In zwei Hälften vorgeschnitten, praktisch zum Aufteilen der Aufnahme
  • Kurze Zutatenliste, Basis aus Hafer und Reis, vegan
  • Leicht zu kauen, auch bei moderater bis zügiger Pace
Nachteile
  • Sehr neutraler, fast fader Geschmack, der Genießer enttäuschen kann
  • Hoher Preis für den täglichen Einsatz im Training
  • Schmeckt süßer als der Rest des Maurten-Sortiments
  • Kann Spuren von Milch, Soja, Gluten, Sesam, Schalenfrüchten und Erdnüssen enthalten
  • Braucht eine Eingewöhnung, wenn du beim Laufen sonst nie feste Nahrung isst

Unser Praxisurteil: Für wen lohnt sich der Solid 160?

Der Solid 160 hält dasselbe Versprechen wie der Rest des Maurten-Sortiments: Verträglichkeit vor allem anderen, auch auf Kosten des Genusses. Er ist eine ausgezeichnete Wahl, um im Marathon oder Ultra die Konsistenz zu wechseln, ohne ein Verdauungsrisiko einzugehen, und weniger sinnvoll, wenn du Verpflegung suchst, die sich auch über mehrere Stunden immer wieder gern essen lässt.

Damit du diesen Riegel in eine echte Ernährungsstrategie einbaust, statt am Wettkampftag zu improvisieren, stütz dich auf einen RunMorph-Trainingsplan, mit dem du deine Kohlenhydratzufuhr im Training testest, bevor du sie im Rennen einsetzt.

Das Urteil des RunMorph-Coachs

Der Maurten Solid 160 überträgt die Hydrogel-Philosophie der Marke erfolgreich in feste Form: tadellose Verträglichkeit, klar nachvollziehbare Kohlenhydratzufuhr, praktisch aufteilbares Format. Der sehr neutrale Geschmack ist der Preis für diese Verlässlichkeit, und die Kosten schränken den täglichen Einsatz im Training deutlich ein. 7,8/10, eine sichere Bank für den Wettkampf, weniger überzeugend für die regelmäßige Nutzung.

Das nimmst du für dein Training mit

  • Vor dem Rennen testen: Prüfe im Training, wie du feste Nahrung verträgst, bevor du sie im Wettkampf einsetzt.
  • Aufnahme aufteilen: Nutze die vorgeschnittenen Hälften, um die Zufuhr zu verteilen, statt alles auf einmal zu essen.
  • Parallel trinken: Wie bei jeder festen Kohlenhydratquelle solltest du Wasser einplanen, um die Verdauung zu erleichtern.
  • Konsistenz variieren: Wechsle auf sehr langen Belastungen mit Gels ab, damit dir der Geschmack nicht über wird.
  • Trainingsbudget: Heb dir den Solid 160 für Schlüsseleinheiten oder den Wettkampf auf, statt ihn täglich zu nutzen.
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