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1. Februar 2026

Salomon Ultra Glide 4 im Test: maximal gedämpft mit optiFOAM

8/10
Salomon Ultra Glide 4 im Test: maximal gedämpft mit optiFOAM

Der Salomon Ultra Glide 4 ist seit dem 1. Februar 2026 im französischen Handel. Salomons vielseitiger Max-Cushion-Trailschuh entwickelt seine Philosophie „Komfort, Distanz, Zugänglichkeit“ weiter: mit einem neuen, dynamischeren optiFOAM, einem atmungsaktiveren Obermaterial und einem besseren Kompromiss aus Gewicht und Schutz. 280 g, 6 mm Sprengung, 41 / 35 mm Stack Height, Contagrip-Außensohle mit 4,5 mm, 150 €. Als RunMorph-Coach sehe ich einen Schuh, der Ultratrails ohne große Kompromisse zugänglich macht.

Salomon schärft seine vielseitige Ultra-Formel nach

Seit 2021 ist der Ultra Glide Salomons erschwinglicher Max-Cushion-Trailschuh. Nicht der technischste, nicht der schnellste, aber eine feste Größe für alle, die in den Bergen lange durchhalten wollen, ohne 250 € auszugeben. Version 4 bleibt dieser Linie treu und behebt die Schwächen des v2 (Salomon hat die v3 in der Nummerierung übersprungen): ein zu warmes Obermaterial, eine Haltbarkeit, die bei rund 600 km endete, und ein ausbaufähiger Grip auf nassen Felsplatten.

Der Ultra Glide 4 tritt gegen den Asics Trabuco Max 5, den Hoka Speedgoat 7 und den On Cloudultra 3 an. Marktstart war der 1. Februar 2026, in Frankreich kostet er 150 € und ist über salomon.com/fr-fr sowie die großen Sportketten erhältlich (Intersport, Decathlon über den Marketplace, Snowleader, Hardloop).

Salomon Ultra Glide 4 aus einem anderen Blickwinkel

© Salomon, offizielles Foto für redaktionelle Zwecke verwendet

Der Tipp von RunMorph

Bereitest du deinen ersten Ultratrail zwischen 50 und 100 km im Mittelgebirge oder auf gemischtem Terrain vor, ist der Ultra Glide 4 eine hervorragende Wahl mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit 150 € kostet er 50 € weniger als der On Cloudultra 3 und 30 € weniger als der Asics Trabuco Max 5, bei weitgehend vergleichbarer Leistung. Für extreme Ultras auf sehr technischen Hochgebirgspfaden ziehe ich den Hoka Speedgoat 7 oder den Salomon S/Lab Genesis vor.

Objektive technische Daten

MarkeSalomon
ModellUltra Glide 4
Marktstart1. Februar 2026
TypVielseitiger Max-Cushion-Trailschuh, laufbare Ultratrails
Sprengung6 mm
Stack Height Ferse / Vorfuß41 mm / 35 mm
Gewicht280 g (Herren, Größe 42,5) / 252 g (Damen)
SchaumoptiFOAM (Rezeptur 2026, +25 % Energierückgabe)
GeometrieAusgeprägter R.Camber-Rocker, Relieve-Sphere-Formung
AußensohleContagrip All Terrain, 4,5 mm Stollen
ObermaterialAtmungsaktives Engineered Mesh + Abriebverstärkungen
Empfohlene Distanz30 km bis 100 Meilen
Offizieller Preis150 €

Drei Zahlen, die du dir merken solltest: 280 g (vernünftig bei 41 mm Stack Height), Contagrip mit 4,5 mm (großzügige Stollen für viel Vielseitigkeit), 150 € (unter der psychologischen 200-€-Schwelle, an der in Frankreich viele Kaufentscheidungen scheitern).

Die Sprengung von 6 mm entspricht modernen Ultratrail-Standards. Die R.Camber-Geometrie ist ein ausgeprägter Rocker, der den Abrollvorgang von der Ferse zur Spitze erleichtert, besonders gegen Ende eines Long Runs, wenn deine Schrittfrequenz sinkt. Relieve Sphere ist eine Salomon-Innovation: ein System innenliegender Polster, das den Druck unter dem Fußgewölbe verteilt und Druckstellen verhindert. Ein Detail, aber eines, das du nach mehr als 4 Stunden Laufen spürst.

Für wen ist dieser Schuh gemacht?

Der Läufer auf zugänglichen Ultratrails (50 bis 100 km)

Das ist die Kernzielgruppe. Stehen in deinem Kalender ein Eco-Trail Paris, ein Marathon du Mont-Blanc, die Templiers (kurze oder mittlere Distanz), ein Mont Aigoual oder ein Trail de Roussillon, erledigt der Ultra Glide 4 den Job. Du bekommst den nötigen Schutz für 6 bis 12 Stunden, ohne 200 € für einen On Cloudultra 3 zu zahlen.

Der Einsteiger auf langen Trails

Wechselst du vom Halbmarathon auf der Straße auf den Trail oder bereitest du deinen ersten Ultratrail vor, ist der Ultra Glide 4 ein exzellenter Einstieg. Der Schutz ist großzügig, die Stabilität solide, der Contagrip-Grip zuverlässig. Du musst die Feinheiten eines High-End-Schuhs nicht kennen, um ihn schon beim ersten Lauf zu genießen.

Der Allrounder zwischen Straße und leichtem Trail

Mit seinem eher weichen optiFOAM und dem ausgeprägten Rocker schlägt sich der Ultra Glide 4 auch auf Asphalt ordentlich (rechne mit höchstens 5 bis 10 % deiner Läufe). Als Daily Trainer für die Straße taugt er nicht, aber für einen 90-minütigen Long Run aus Forstwegen, Singletrails und Straßenabschnitten ist er absolut brauchbar. Für noch vielseitigeren Einsatz schau dir lieber den Salomon GRVL Concept an, der genau dafür gebaut ist.

Salomon Ultra Glide 4 in der Detailansicht

© Salomon, offizielles Foto für redaktionelle Zwecke verwendet

Auf dem Trail: was du spüren wirst

Die ersten Schritte: weich und stabil. Kein explosiver Rebound wie bei einem Schaum aus 100 % PEBA, sondern eine berechenbare Weichheit. Der Salomon Ultra Glide 4 trägt dich, ohne dich nach vorn zu katapultieren. Das ist Absicht: Der Schuh setzt auf Komfort über die Distanz, nicht auf reine Performance.

In laufbaren Anstiegen (bis 8 % Steigung) arbeitet der Schuh effizient, weil der R.Camber-Rocker den Vortrieb unterstützt. In steileren oder technischeren Passagen merkst du die 280 g ein wenig, aber nichts, was dich ausbremst. Das Obermaterial ist flexibel genug, damit dein Sprunggelenk frei arbeiten kann.

Bergab greift die Contagrip-Sohle mit 4,5 mm auf den meisten Untergründen gut: trockener Fels, mäßig nasser Fels, verdichtete Wurzeln, lockere Erde. Auf sehr nassen Kalksteinplatten oder bemoosten Wurzeln stößt der Schuh an seine Grenzen (wie die meisten vielseitigen Trailschuhe). Für solches Terrain greifst du besser zum S/Lab Genesis.

Auf Ultras (über 6 Stunden) hält der optiFOAM gut durch. Er bricht nicht ein, der Rebound bleibt konstant, der Fuß fühlt sich nicht platt gedrückt an. Genau das erwartest du von einem Schuh dieser Kategorie. Das Relieve-Sphere-System erfüllt seinen Zweck: Im Test gab es nach 8 Stunden Laufen keine Druckstellen unter dem Fußgewölbe.

Der Vergleich mit der direkten Konkurrenz

Vs On Cloudultra 3 (200 €, 295 g, 6 mm Sprengung): Der Cloudultra 3 bringt superkritischen Helion-HF-Schaum (PEBA) und eine Speedboard-Platte aus TPU mit, kostet dafür aber 50 € mehr. Er bleibt über lange Distanzen dynamischer, fühlt sich aber auch eigenwilliger an. Gibt es dein Budget her, nimm den Cloudultra 3. Wenn nicht, erledigt der Ultra Glide 4 den Job, ohne sich verstecken zu müssen.

Vs Asics Trabuco Max 5 (180 €, 310 g, 4 mm Sprengung): Der Trabuco Max 5 setzt mit seinem FF-Blast-Plus-Schaum voll auf Komfort, ist aber 30 g schwerer und etwas weniger vielseitig. Der Ultra Glide 4 ist leichter und günstiger.

Vs Hoka Speedgoat 7 (155 €, 285 g, 4 mm Sprengung): ein Kopf-an-Kopf-Rennen, preislich nur 5 € auseinander. Der Speedgoat 7 ist stärker aufs Gebirge ausgelegt (Vibram Megagrip, steifere Konstruktion), der Ultra Glide 4 vielseitiger. Entscheide nach dem Terrain, auf dem du am häufigsten unterwegs bist.

Vs Saucony Peregrine 16 (140 €, 260 g, 4 mm Sprengung): Der Peregrine 16 ist auf mittlere Trail-Distanzen (10 bis 50 km) zugeschnitten, straffer und präziser. Auf langen Distanzen übernimmt der Ultra Glide 4 dank höherer Stack Height (41 mm gegenüber 28 mm).

Salomon Ultra Glide 4 im Profil von der Gegenseite

© Salomon, offizielles Foto für redaktionelle Zwecke verwendet

So baust du ihn in deinen RunMorph-Trainingsplan ein

Der Ultra Glide 4 ist ein vielseitiger Schuh für lange Trainingsläufe und lange Rennen. So setze ich ihn bei der Planung der RunMorph-Pläne ein:

Progressiver Long Run (90 bis 240 Minuten). Das ist der Haupteinsatz des Schuhs. Du baust deine Grundlagenausdauer auf, dein Körper gewöhnt sich an lange Belastungen, und der Komfort des optiFOAM erlaubt dir, dich schrittweise auf 4 Stunden zu steigern, ohne dass die Gelenke schmerzen.

Zielwettkämpfe: Trails von 30 bis 160 km. Hier ist er in seinem Revier. Ecotrail, Templiers, Maxi-Race, Diagonale des Fous (laufbare Abschnitte), 6000D, Festival des Templiers: Der Ultra Glide 4 liefert. Für einen sehr technischen 100-Meilen-Lauf im Hochgebirge ziehe ich den S/Lab Genesis oder den Speedgoat 7 vor.

Lockerer Regenerationslauf auf dem Trail (45 bis 75 Minuten). Das vernünftige Gewicht und das weiche Laufgefühl passen gut zu entspannten Läufen auf Pfaden am Tag nach einer harten Einheit.

Wovon ich bei diesem Schuh klar abrate: Straßenwettkämpfe über mehr als 5 km (dafür ist er nicht gemacht), kurze Intervalle (das Gewicht bremst bei Tempowechseln), sehr technische Trails auf rutschigen Felsplatten oder Wurzeln (hier lieber ein Speedcross 6).

Das Urteil des RunMorph-Coachs

Der Salomon Ultra Glide 4 ist eine exzellente Weiterentwicklung des Konzepts vom zugänglichen, vielseitigen Ultraschuh. Salomon hat nichts revolutioniert, sondern feingeschliffen. Der neue optiFOAM bringt spürbar mehr Dynamik, das Obermaterial ist atmungsaktiver, und die Haltbarkeit soll um 10 % steigen. Für 150 € ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet.

Meine zwei Vorbehalte: Der Schuh glänzt in keinem einzelnen Bereich (weder beim Gewicht noch bei der reinen Performance noch im technischen Gelände), und der optiFOAM bleibt bei der Energierückgabe auf Elite-Niveau hinter PEBA-Schäumen zurück. Wer einen vielseitigen, langlebigen Schuh sucht, ohne das Sparschwein zu schlachten, findet hier aktuell einen der besten Trail-Käufe am Markt. Für speziellere Ziele (Bestzeiten, rein technisches Terrain) schau dich anderweitig um.

Bereitest du einen zugänglichen Ultratrail vor und liegt dein Budget bei etwa 150 €, ist er ein Kauf ohne Reue. Für ambitioniertere Ziele schau dir eher den On Cloudultra 3, den Hoka Speedgoat 7 oder den Brooks Cascadia Elite an.

Das Wichtigste für dein Training

  • Zugänglicher, vielseitiger Max-Cushion-Trailschuh: 280 g, 6 mm Sprengung, Stack Height 41/35, optiFOAM 2026, Contagrip-Außensohle mit 4,5 mm, R.Camber-Rocker, Relieve Sphere, 150 €.
  • Zielgruppe: zugängliche Ultratrails von 30 bis 160 km, Einsteiger auf langen Trails, Allrounder zwischen Straße und leichtem Trail.
  • Stärken: ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, optiFOAM 2026 dynamischer als beim v2, Haltbarkeit um 10 % gesteigert, atmungsaktiveres Obermaterial, wirksame Kombination aus R.Camber-Geometrie + Relieve Sphere.
  • Grenzen: nicht die Dynamik eines reinen PEBA-Schaums, ungeeignet für sehr technisches Hochgebirgsterrain, keine Carbonplatte.
  • Passende RunMorph-Pläne: Vorbereitung auf zugängliche Ultratrails, Long Runs, lockere Regenerationsläufe auf dem Trail.

Contagrip-Außensohle des Salomon Ultra Glide 4

© Salomon, offizielles Foto für redaktionelle Zwecke verwendet

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