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28. Februar 2026

Asics Superblast 3 im Test: Super-Trainer auf Carbon-Niveau

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Asics Superblast 3 im Test: Super-Trainer auf Carbon-Niveau

Am 28. Februar 2026 erschienen, tritt der Asics Superblast 3 die Nachfolge eines Schuhs an, den viele für den besten Super-Trainer auf dem Markt hielten. Die 3. Generation setzt auf den neuen FF Leap-Schaum (ein A-TPU, leichter und sprungfreudiger als das FF Turbo+ des Vorgängers 2), eine auf 46,5 mm angehobene Stack Height und ein Gewicht von schlanken 239 g. Eine Carbonplatte gibt es weiterhin nicht: Asics bleibt seiner DNA treu. Wir erklären dir, für wen er wirklich gemacht ist.

Asics Superblast 3: der Super-Trainer-Maßstab 2026?

Der Superblast 2 landete 2025 auf fast jeder „Bester Super-Trainer“-Liste ganz oben. Asics hatte also den Luxus eines weißen Blatts und zugleich den Druck, die Erfolgsformel nicht zu zerstören. Die Wette ist aufgegangen: Der Superblast 3 behält den Charakter (maximale Dämpfung, Dynamik ohne Platte, Vielseitigkeit) und wird dank des neuen FF Leap-Schaums leichter und sprungfreudiger.

FF Leap ist ein A-TPU (Asics-thermoplastisches Polyurethan), das das FF Turbo+ des Superblast 2 ersetzt. Asics verspricht bei gleichem Schaumvolumen 33 % weniger Gewicht und 13 % mehr Energierückgabe. Konkret wiegt der 3er 239 g bei 46,5 mm Stack Height an der Ferse, der 2er kam auf 250 g bei 45,5 mm. Das Verhältnis von Dämpfung zu Gewicht ist damit wirklich außergewöhnlich.

Der RunMorph-Tipp: Der Superblast 3 kommt ohne Carbonplatte aus, und das mit Absicht. Asics setzt voll auf Schaum und Geometrie, um einen natürlichen Laufstil zu erhalten. Wenn du das vortreibende Gefühl einer Platte suchst, greif zum Hoka Skyward X 2 oder wechsle direkt zu einem Race-Day-Superschuh wie dem Metaspeed Sky Tokyo.

Asics Superblast 3 Seitenansicht im Studio

© Asics, offizielles Foto für redaktionelle Zwecke verwendet

Objektive technische Daten

MarkeAsics
ModellSuperblast 3
Offizieller Marktstart28. Februar 2026 (Handel) / 1. März 2026 (online)
TypStraßen-Super-Trainer, maximal gedämpft ohne Platte
Sprengung8 mm
Stack Height Ferse / Vorfuß46,5 mm / 38,5 mm
Gewicht (Herren, EU 42)239 g
SchaumFF Leap (superkritisches A-TPU)
CarbonplatteNein (dynamischer Rocker)
ObermaterialLeichtes technisches Mesh, verstärkter seitlicher Halt
World-Athletics-KonformitätNein (46,5 mm > Grenzwert 40 mm)
Empfohlene DistanzLockerer Dauerlauf bis Marathon
Unverbindliche Preisempfehlung200 €

Drei Punkte solltest du dir merken. Erstens teilt der Superblast 3 mit dem Adidas Hyperboost Edge die fehlende World-Athletics-Zulassung: 46,5 mm liegen über dem Grenzwert von 40 mm. Trainieren kannst du darin bedenkenlos, für einen offiziell anerkannten Rekord taugt er aber nicht.

Zweitens ist ein Gewicht von 239 g bei 46,5 mm Schaum eine echte Leistung. Zum Vergleich: Der Hyperboost Edge wiegt 255 g bei 45 mm. Asics hat bei FF Leap bemerkenswerte Arbeit an der Dichte geleistet.

Drittens, und das ist sein Markenzeichen: keine Carbonplatte. Genau das unterscheidet den Superblast 3 grundlegend vom Hoka Skyward X 2: Du behältst einen natürlichen Laufstil, ohne dass dir eine Platte den Abdruck aufzwingt.

Für wen ist der Superblast 3 gemacht?

Für Marathonläufer, die ein einziges Hochleistungs-Trainingspaar wollen

Du läufst 60 bis 100 km pro Woche über eine Vorbereitung von 12 bis 16 Wochen. Du willst einen Schuh, der deine Long Runs im Wettkampftempo wegsteckt, ohne deine Beine zu zerstören. Genau das liefert der Superblast 3: Schutz auf langen Läufen, Dynamik bei Tempoblöcken, und sogar für einen leichten Tempolauf kannst du ihn nutzen.

Für Läufer, die ihre Rotation vereinfachen wollen

Du hast keine Lust auf drei Trainingspaare plus einen Wettkampfschuh. Mit dem Superblast 3 deckst du 90 % des Trainingsspektrums ab (vom lockeren Dauerlauf bis zum Tempolauf) und hebst dir einen echten Carbon-Superschuh (Metaspeed Sky Tokyo, Vaporfly 4) für den Race Day auf.

Für Läufer, die das Plattengefühl nicht mögen

Manche Läufer empfinden eine Carbonplatte als zu forciert, zu steif oder sogar unangenehm. Der Superblast 3 bietet dir die Performance eines superkritischen Schaums ohne das „geführte“ Gefühl einer Platte. Dein Laufstil bleibt natürlich, und den Vortrieb bestimmst du selbst.

Asics Superblast 3 Draufsicht auf das Obermaterial

© Asics, offizielles Foto für redaktionelle Zwecke verwendet

Komfort und Einstiegsgefühl

Das Obermaterial aus technischem Mesh ist atmungsaktiver als beim 2er, und der seitliche Halt wurde überarbeitet, damit der Fuß besser auf dem Rocker sitzt. Die Passform ist eher schmal, ganz in Asics-Tradition: Mit breiten Füßen nimmst du besser eine halbe Nummer größer.

Die Zunge ist teilweise angenäht und gut gepolstert. Die Fersenkappe bleibt strukturiert, ohne zu steif zu sein. Schon beim Reinschlüpfen fühlt sich der Schuh hochwertig an: Der Schaum wirkt dicht und leicht fest, die Energierückgabe setzt aber ab den ersten Schritten ein. Das ist etwas völlig anderes als das weiche, aber statische Gefühl eines Gel-Nimbus 28.

Verhalten beim Laufen

Im lockeren Dauerlauftempo (5:00 bis 6:00 / km) macht dir der Superblast 3 schon Lust, schneller zu werden. Der Rocker ist ausgeprägt, der FF Leap-Schaum wird komprimiert und gibt die Energie sofort zurück. Der Schuh zieht dich nach vorne, ohne dir zusätzliche Anstrengung abzuverlangen.

Im Schwellentempo (4:00 bis 4:30 / km) ist er in seinem Element. FF Leap wird bei jedem Schritt voll belastet, die Energierückgabe ist deutlich spürbar, und die Stabilität bleibt auch bei zügigem Tempo hervorragend. Wahrscheinlich ist er der beste Schuh seines Segments für Blöcke im Marathontempo.

Im schnellen Tempobereich (3:30 / km und schneller) wird der Schuh etwas schwer, und die hohe Stack Height kann in engen Kurven instabil wirken. Für kurze Intervalle (400 m, 1.000 m) wechselst du besser zu einem leichten Schuh wie dem Magic Speed 5.

Außensohle und Grip

Die Außensohle setzt in den Verschleißzonen (Ferse außen, Vorfuß innen) auf dichten Gummi und lässt den Schaum im Rest frei liegen. Dieselbe Philosophie wie beim Superblast 2: Gewicht sparen, dafür etwas Haltbarkeit opfern.

Auf trockenem Untergrund ist der Grip kompromisslos, bei Nässe ordentlich. Unabhängige Labormessungen sehen die Traktion des Superblast 3 unter den besten seiner Kategorie (nah am Superblast 2, der schon hervorragend war). Rechne mit 600 bis 800 km Lebensdauer, je nach Laufstil und Untergrund.

Asics Superblast 3 Ansicht der Sohle

© Asics, offizielles Foto für redaktionelle Zwecke verwendet

Vergleich mit der Konkurrenz

Das Super-Trainer-Segment ist 2026 hart umkämpft. So schlägt sich der Superblast 3 gegen die Referenzmodelle:

Adidas Hyperboost Edge (200 €, 255 g, 6 mm Sprengung, Stack 45/39): der unmittelbarste Konkurrent. Ähnlicher Preis, dieselbe Philosophie ohne Platte. Der Superblast 3 ist leichter (-18 g), etwas höher (+1,5 mm) und sprungfreudiger. Der Hyperboost Edge ist stabiler und schützt besser. Die Wahl hängt von deinem Laufstil und deinen Vorlieben ab.

Hoka Skyward X 2 (225 €, 312 g, 5 mm Sprengung, Stack 48/43): mit Carbonplatte. Höher und schwerer, dafür mit sehr ausgeprägtem Vortrieb. Der Superblast 3 ist bei wechselnden Tempi vielseitiger und 75 g leichter.

Hoka Mach 7 (160 €, 248 g, 5 mm Sprengung, Stack 35/30): ein schnellerer, flacherer Super-Trainer. Der Mach 7 ist im Schwellen- und Tempobereich spritziger, der Superblast 3 schützt auf dem Long Run besser.

Adidas Adizero EVO SL (150 €, 220 g, 6 mm Sprengung, Stack 39/33): ein günstigerer Super-Trainer mit weniger Stack Height. Der EVO SL ist beim Tempolauf vielseitiger, der Superblast 3 eher auf Grundlagenausdauer und Long Runs ausgelegt.

Fazit des Vergleichs: Der Superblast 3 ist wahrscheinlich der beste Super-Trainer 2026 für ambitionierte Marathonläufer, die einen zentralen Trainingsschuh suchen. Nicht der leichteste, nicht der dynamischste, aber der ausgewogenste.

So baust du den Superblast 3 in deinen RunMorph-Trainingsplan ein

Als Coach würde ich den Superblast 3 so in die Rotation eines Läufers in der Marathonvorbereitung einplanen:

Lockere Läufe in der Grundlagenausdauer: ja. Der Schutz reicht völlig aus, und der Rocker schont deine Waden bei Regenerationsläufen.

Long Run (90 Minuten bis 3 Stunden): ja, perfekt. FF Leap behält seine Sprungkraft bis zum Schluss, und die Stabilität bleibt vorbildlich.

Blöcke im Marathon-Wettkampftempo: hervorragend. Der Vortrieb ohne Platte macht diese Blöcke natürlicher als in einem Superschuh, ideal, um dein Zieltempo einzuschleifen.

Tempo- und Schwellenläufe (4:00 bis 4:30 / km): ja, ohne Einschränkung. Hier spielt der Superblast 3 sogar eine seiner größten Stärken aus.

Kurze Intervalle (400 m, 1.000 m, VO₂max-Intervalle): nein. Für diese Tempi ist er zu hoch, nimm einen leichteren Schuh.

Wettkampf: bis zum Halbmarathon möglich, für eine Marathon-Zielzeit nicht empfohlen (und nicht zugelassen). Für den Race Day bleibst du bei einem echten Carbon-Superschuh.

Wie du deine Rotation um einen zentralen Schuh wie diesen herum aufbaust, zeigen dir die RunMorph-Trainingspläne.

Asics Superblast 3 beim Laufen in der Stadt

© Asics, offizielles Foto für redaktionelle Zwecke verwendet

Das Urteil des RunMorph-Coachs

Zum Marktstart 2026 ist der Asics Superblast 3 einer der ausgereiftesten Super-Trainer auf dem Markt. Asics hat einen ohnehin hervorragenden Schuh noch besser gemacht: leichter, sprungfreudiger und trotzdem der plattenlosen Philosophie treu, die seine DNA ausmacht. Diesen Schuh empfehlen wir ambitionierten Marathonläufern, die ein einziges hochwertiges Trainingspaar wollen.

Mit 200 € liegt der Preis auf dem Niveau der direkten Konkurrenz (Hyperboost Edge für 200 €, Skyward X 2 für 225 €). Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angesichts der Lebensdauer (600 bis 800 km) und der Vielseitigkeit hervorragend: 80 % deiner Einheiten kannst du darin laufen.

RunMorph-Note: 9/10. Einen Punkt Abzug gibt es für die fehlende World-Athletics-Zulassung, einen halben für die etwas schmale Passform bei breiten Füßen.

Das Wichtigste für dein Training

  • Super-Trainer mit Charakter: Der Superblast 3 ist für Marathonläufer gemacht, die einen zentralen Schuh für 80 % ihres Trainings suchen.
  • FF Leap A-TPU-Schaum: 33 % leichter und 13 % sprungfreudiger als das FF Turbo+ des 2er-Modells.
  • Keine Carbonplatte: bewusst gewählt für einen natürlichen Laufstil, die Dynamik übernimmt der Rocker.
  • Keine World-Athletics-Zulassung: nur für Training und inoffizielle Wettkämpfe.
  • Seltene Vielseitigkeit: lockerer Dauerlauf, Long Run, Marathontempo, Tempolauf. Der Superblast 3 kann alles, außer kurzen Intervallen und dem Rekordversuch am Race Day.
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