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3. Juni 2026

Hoka Torrent 5 im Test: mehr Schaum, leichter, nicht technischer

7,5/10
Hoka Torrent 5 im Test: mehr Schaum, leichter, nicht technischer
  • Dickste Zwischensohle in der Geschichte der Reihe: echter Komfortgewinn bei langen Läufen
  • Rund 20 % weniger Gewicht als der Torrent 4
  • Klarer Budgetpreis: 130 USD, einer der niedrigsten im Trailsegment
  • Keine Steinschutzplatte: Spitze Steine sind deutlich spürbar

Der Hoka Torrent 5 kommt im Juni 2026 mit dem einfachsten Versprechen überhaupt: mehr Schaum, weniger Gewicht, gleicher Preis. Auf dem Papier geht die Rechnung auf. Auf dem Trail zeigt sich aber auch, was 130 Dollar eben nicht kaufen können. Hier ist unser ausführlicher Test, ungeschönt.

Hoka Torrent 5, Seitenansicht vor weißem Hintergrund

© Hoka, offizielles Foto, für redaktionelle Zwecke verwendet

Das Wichtigste in 3 Sätzen

Der Torrent 5 bekommt die dickste EVA-Zwischensohle in der Geschichte der Modellreihe (+5 mm über die gesamte Länge, also 38 mm an der Ferse und 32 mm am Vorfuß) und verliert gleichzeitig fast 20 % Gewicht gegenüber dem Torrent 4, dank eines neuen Obermaterials aus technischem Mesh. Der Preis bleibt bei 130 Dollar, ein bewusst günstiger Tarif. Dafür gibt es weder Steinschutzplatte noch Vibram-Gummi, und der Grip lässt deutlich nach, sobald das Gelände technisch wird: Das ist kein Versehen, sondern der Preis für die günstige Positionierung.

7,5
/ 10 · RunMorph-Gesamtnote
Offizieller Marktstart: Juni 2026 · Preis: 130 USD (Preis für Frankreich noch nicht bestätigt, vermutlich 140-150 €) · Segment: Einsteiger-Trail, Road-to-Trail
Dämpfung 8 / 10
Leichtigkeit 9 / 10
Grip im technischen Gelände 6 / 10
Fußschutz 6,5 / 10
Preis-Leistung 9 / 10
Für wen?Läufer, die einen leichten, günstigen Trailschuh für gut laufbare Wege, Road-to-Trail oder als ersten Trailschuh suchen, ohne viel Geld auszugeben, und eher schmale Füße haben.
Für wen nicht?Trailläufer, die regelmäßig über Felsen, Geröll oder schmierigen Matsch laufen und echten Grip brauchen, oder alle mit breiten Füßen. Eine weite Version gibt es nicht.

Hoka Torrent 5: die Budget-Reihe, die nie richtig mitgezogen hat

Seit seiner Einführung hatte der Torrent bei Hoka eine Sonderrolle: das Modell, das nah am Boden blieb, während der Rest des Sortiments immer mehr Schaum stapelte. Während Speedgoat, Mafate und Skyward X bei Stack Height und Technologie zulegten, blieb der Torrent flach und günstig. Das war seine Identität, aber auch seine Grenze: weniger Schutz und weniger Energierückgabe als ein hochwertigerer Trailschuh.

Mit Version 5 ändert sich beim Volumen endlich etwas. Hoka packt 5 mm Schaum über die gesamte Schuhlänge drauf, womit die Stack Height auf 38 mm an der Ferse und 32 mm am Vorfuß steigt, ein Wert, den die Reihe noch nie erreicht hat. Die offizielle Sprengung bleibt bei 5 mm. Anders gesagt: Der Torrent 5 will kein anderer Schuh werden. Er will besser machen, was er schon konnte, mit mehr Material unter dem Fuß.

Das wahre Kunststück liegt woanders: Trotz des zusätzlichen Schaums sinkt das Gewicht um rund 20 % gegenüber dem Torrent 4, dank eines komplett überarbeiteten, luftigen Obermaterials aus technischem Mesh und eines dünneren, umlaufenden Schutzrands. Laut Hoka ergibt das rund 230 g in der Referenzgröße für Herren, gegenüber knapp 280 g beim Vorgänger. Auf dem Papier ist mehr Schaum bei weniger Gewicht genau die Kombination, die alle suchen. Bleibt die Frage, was der dickere Schaum auf dem Trail wirklich taugt.

Technische Daten des Hoka Torrent 5

MarkeHoka
ModellTorrent 5
MarktstartJuni 2026
TypEinsteiger-Trail, Road-to-Trail
Sprengung5 mm
Stack Height Ferse / Vorfuß38 mm / 32 mm
Gewichtrund 230 g (8,1 oz), also 20 % weniger als der Torrent 4
SchaumFormgepresstes EVA, die dickste Ausführung in der Geschichte der Reihe
SteinschutzplatteKeine
AußensohleAbriebfeste Hoka-Gummimischung (kein Vibram), 5-mm-Stollen
ChassisActive Foot Frame an der Ferse, ausgeprägter MetaRocker
ObermaterialLuftiges technisches Mesh, umlaufender Schutzrand, leicht wasserabweisend
PassformEng anliegend, eher schmal, keine weite Version erhältlich
Empfohlener EinsatzKurze bis mittlere lockere Dauerläufe, gut laufbare Wege, Road-to-Trail
Offizieller Preis130 USD (in Frankreich geschätzt rund 140-150 €)

Die dickste EVA-Zwischensohle der Reihe: ein echtes Plus, mit Einschränkungen

Auf dem Papier ist die Technik nichts Spektakuläres: Hoka bleibt bei formgepresstem EVA-Schaum, einer einfacheren und günstigeren Basis als ein superkritischer Schaum oder PEBA. Was sich ändert, ist die Menge. Mit 5 mm mehr über die gesamte Schuhlänge will die Marke den größten Kritikpunkt an den Vorgängern ausräumen: eine Dämpfung, die bei Läufen über 45 Minuten als zu hart galt.

Schon bei den ersten Schritten federt die Ferse spürbar besser ab als zuvor. Der MetaRocker des Torrent 5 ist ausgeprägter als bei den anderen Trailschuhen von Hoka, schiebt den Schritt nach vorn und kommt klar Fersenläufern entgegen. Am Vorfuß bleibt der Schaum dagegen fester und direkter: weniger Polster, mehr Reaktivität. Ein bewusster Kompromiss, damit der Schuh leicht bleibt, statt überall weich zu sein.

Unser RunMorph-Tipp: Wenn du dasselbe Dämpfungsplus auf wirklich technischem Terrain suchst, bleibt der Hoka Speedgoat 7 die Referenz der Marke, mit Vibram-Außensohle und deutlich besserem Schutz. Der Torrent 5 ist für sanfteres Gelände gedacht: Nimm ihn für gut laufbare Wege, nicht für die Berge.

Das Wichtigste dabei: Das dickere EVA macht aus dem Torrent 5 keinen Premiumschuh. Es bleibt ein einfacher Schaum, ohne den Rebound eines superkritischen Schaums oder von PEBA. Hoka wollte nie mit einem Schuh für 180 oder 200 € konkurrieren, sondern den Torrent komfortabler machen, ohne den Preis zu erhöhen. In diesem Punkt geht die Rechnung auf.

Die echte Schwachstelle: Grip, der nachlässt, sobald es schwierig wird

Hier verdient der Torrent 5 ein Urteil ohne Schonung. Der Schuh hat keine Steinschutzplatte: Spitze Steine spürst du deutlich, vor allem am Vorfuß, wo der reaktivere Schaum Stöße stärker weitergibt. Die kleine Gummiverstärkung vorn deckt nicht den ganzen Zehenbereich ab und fängt bei einem ungünstig liegenden Stein kaum etwas ab.

Die Außensohle verzichtet auf das Vibram-Gummi, das die meisten höherpreisigen Trailschuhe von Hoka nutzen. Auf einer Mischung aus Kalksteinplatten, Geröll und Felsblöcken, getestet unter realen Bedingungen, zeigt sich die Gummimischung eher weich: Die Sohle schmiegt sich an die Oberfläche an, statt sich richtig hineinzubeißen. Auf trockenem wie nassem Fels fühlt sich der Grip dadurch schwammig und wenig vertrauenerweckend an. Auf weichem Singletrail, Schotter und Asphalt ist die Traktion dagegen völlig in Ordnung.

Auch die Passform passt nicht für jeden: Der Torrent 5 ist im Mittelfuß deutlich schmaler, als es das typische Hoka-Komfortbild vermuten lässt, und eine weite Version gibt es nicht. Wer breite oder voluminöse Füße hat, spürt schon bei der ersten Anprobe Druck am großen Zeh. Sei ehrlich zu dir und deiner Fußform, bevor du kaufst: Das ist klar kein Schuh für jeden Fuß.

Fazit ohne Umschweife: Der Torrent 5 ist ein hervorragender Einstiegs-Trailschuh für moderates Gelände, wurde aber nie für Geröll, nassen Fels oder technische Hänge entwickelt. Das ist kein versteckter Mangel, sondern die logische Grenze eines Produkts für 130 Dollar gegenüber Premium-Trailschuhen, die doppelt so viel kosten.

Unser Praxistest: Wo der Torrent 5 glänzt und wo er aufgibt

Auf Schotter, gut laufbaren Forstwegen und weichem Singletrail hält der Torrent 5 sein Versprechen voll. Den zusätzlichen Schaum spürst du schon auf den ersten Kilometern: Läufe von 45 Minuten bis 1:30 Stunden fühlen sich deutlich angenehmer an als mit dem Vorgänger, ohne die trockene Härte, die der Reihe lange anhing. Der MetaRocker erleichtert Fersenläufern das Abrollen, und das geringe Gesamtgewicht macht sich bemerkbar, sobald du auf einem flowigen Abschnitt etwas Tempo machst.

Die Wende kommt, sobald das Gelände anspruchsvoller wird. Auf Felsblöcken, nassen Kalksteinplatten oder steilen, steinigen Hängen schwindet das Vertrauen schnell: Die Schritte werden zögerlich, die weiche Sohle beißt nicht wie erhofft, und die fehlende Steinschutzplatte meldet sich bei jedem spitzen Stein. Gefährlich ist der Schuh nicht, aber er zwingt dich, langsamer zu werden und jeden Tritt genau zu wählen. Genau das willst du auf technischem Terrain nicht.

Bergab auf laufbarem Untergrund ist die Stabilität gut: Die verbreiterte Ferse und die breite Standfläche fassen den Fuß sicher ein. Wird der Hang auf weichem oder durchnässtem Boden steiler, reichen die 5-mm-Stollen, auf dem Papier ordentlich, aber nicht aus, um die weiche Gummimischung auszugleichen. Das Urteil ist klar: Der Torrent 5 ist ein Schuh für Wege, nicht für die Berge.

Hoka Torrent 5, Draufsicht vor weißem Hintergrund

© Hoka, offizielles Foto, für redaktionelle Zwecke verwendet

Hoka Torrent 5 vs. Asics Blazeblast: das Duell der Einsteiger-Trailschuhe

Im günstigen Einsteigersegment ist der Asics Blazeblast der naheliegendste Vergleich. Auch er richtet sich an alle, die mit Trailrunning anfangen oder Straße und Pfad mischen. Beide Schuhe verfolgen eine ähnliche Philosophie: Komfort und Dynamik vor technischer Aggressivität, auch wenn dabei der Grip auf schwierigem Gelände auf der Strecke bleibt.

KriteriumHoka Torrent 5Asics Blazeblast
Preis130 USD (~140-150 €)160 €
Gewicht (Herren)~230 g252 g
Sprengung5 mm8 mm
Stack Height Ferse / Vorfuß38 mm / 32 mm43 mm / 35 mm
Stollen5 mm, Hoka-Gummimischung2,5 mm, Asicsgrip
SteinschutzplatteNeinNein
StärkeLeichtigkeit und dynamisches AbrollenRebound wie bei einem Straßenschuh (FF Blast Max)
Grenze im GeländeRutscht auf Fels und schmierigem BodenRutscht auf Matsch und in steilen Hängen

Der Torrent 5 ist leichter und günstiger, mit auf dem Papier etwas bissigeren Stollen. Der Blazeblast setzt mit seinem FF Blast Max Schaum und einer höheren Stack Height stärker auf Rebound wie bei einem Straßenschuh, bringt dafür aber mehr Gewicht mit. Keiner der beiden ist für technisches Terrain gemacht: Die Wahl hängt vor allem vom Budget ab (klarer Vorteil für den Torrent 5) und vom gewünschten Gefühl unter dem Fuß (direkter bei Hoka, federnder bei Asics).

Vor- und Nachteile des Hoka Torrent 5

Vorteile
  • Dickste Zwischensohle in der Geschichte der Reihe: echter Komfortgewinn bei langen Läufen
  • Rund 20 % weniger Gewicht als der Torrent 4
  • Klarer Budgetpreis: 130 USD, einer der niedrigsten im Trailsegment
  • Wirksamer MetaRocker für Fersenläufer
  • Guter Grip auf Schotter, gut laufbaren Wegen und weichem Singletrail
Nachteile
  • Keine Steinschutzplatte: Spitze Steine sind deutlich spürbar
  • Hauseigene Außensohle (kein Vibram), wenig überzeugend auf Fels und schmierigem Boden
  • Schmale Passform, keine weite Version erhältlich
  • Nicht für technisches Terrain, Geröll oder steile Hänge geeignet

Unsere Einschätzung aus der Praxis: für welches RunMorph-Training?

Der Torrent 5 passt ideal zu Regenerationsläufen, Einheiten in der Grundlagenausdauer auf gut laufbaren Wegen und den ersten Trailläufen für alle, die von der Straße kommen. Dank seines geringen Gewichts taugt er auch für etwas zügigere Einheiten auf nicht technischem Gelände, wo ein schwererer, stärker geschützter Schuh bremsen würde.

Für lange Läufe im Mittelgebirge, felsige Passagen oder Einheiten auf durchnässten Pfaden greifst du besser zu einem Schuh mit mehr Schutz. In deinem RunMorph-Plan reservierst du den Torrent 5 für Grundlageneinheiten und erste Trail-Ausflüge und behältst für technische Tage einen Schuh mit Steinschutzplatte oder Vibram-Sohle.

Du fängst mit Trailrunning an oder willst deine Läufe in der Natur strukturieren, ohne dich zu verletzen? Ein RunMorph-Coach hilft dir, die richtigen Einheiten zum richtigen Schuh zu finden. 👉 Sprich mit einem RunMorph-Coach.

Das Fazit des RunMorph-Coachs

Der Hoka Torrent 5 hält, was er verspricht: mehr Komfort, weniger Gewicht, gleich knapper Preis. Er ist eine echte Verbesserung gegenüber dem Vorgänger und eine solide Wahl für Trail-Einsteiger oder alle, die einen leichten Schuh für gut laufbare Wege suchen. Bei seinen Grenzen musst du aber ehrlich sein: Ohne Steinschutzplatte, ohne Vibram-Gummi und mit schmaler Passform ohne weite Version ist er nicht für technisches Terrain gemacht. Das ist kein misslungenes Design, sondern der logische Kompromiss eines Schuhs für 130 Dollar. Zu diesem Preis und mit diesem Komfort hat sich der Torrent 5 seinen Platz verdient, solange du ihn auf dem Terrain einsetzt, für das er gebaut wurde.

RunMorph-Note: 7,5 / 10

Das nimmst du für dein Training mit

  • +5 mm EVA-Schaum: die dickste Zwischensohle in der Geschichte des Torrent, ein echter Komfortgewinn bei langen Läufen.
  • -20 % Gewicht: rund 230 g, einer der leichtesten Einsteiger-Trailschuhe auf dem Markt.
  • Keine Steinschutzplatte, kein Vibram-Gummi: Nimm ihn für gut laufbare Wege, nicht für technisches Terrain.
  • Schmale Passform, keine weite Version: Prüf vor dem Kauf deine Fußform.
  • 130 USD: eines der besten Verhältnisse von Komfort zu Preis im Einsteiger-Trailsegment 2026.
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