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25. August 2026

adidas UltraBOOST 5X im Test: 263 g, Light-BOOST-Schaum und 10 mm Sprengung, der komfortable Daily Trainer, dem bei hohem Tempo der Biss fehlt

8/10
adidas UltraBOOST 5X im Test: 263 g, Light-BOOST-Schaum und 10 mm Sprengung, der komfortable Daily Trainer, dem bei hohem Tempo der Biss fehlt

Lange war der UltraBOOST ein Lifestyle-Schuh, mit dem man nebenbei auch laufen konnte. Mit dem 5X dreht adidas den Spieß um: Die ikonische Silhouette soll auf Asphalt wirklich leistungsfähig werden, ohne den Komfort aufzugeben, der sie seit 2015 so erfolgreich macht. 17 Gramm weniger als der UltraBOOST 5, ein neuer Light-BOOST-Schaum, eine überarbeitete Mittelfußführung: Auf dem Papier ist das Versprechen klar. RunMorph hat die Version Team Royal Blue getestet, um herauszufinden, ob der UltraBOOST endlich echte Läuferbeine hat.

Adidas UltraBOOST 5X Team Royal Blue, Ansicht schräg von vorne

© adidas, offizielles Foto, redaktionell verwendet

Das Wichtigste in 3 Sätzen

Der adidas UltraBOOST 5X ist ein Premium-Daily-Trainer mit großzügiger Dämpfung (Stack 39/29 mm) und umschließender Primeknit-Passform, gemacht für lange Distanzen und das tägliche Training. Er richtet sich an Läufer, denen Komfort und Haltbarkeit (800 bis 1000 km laut Langzeittests) wichtiger sind als pure Leichtigkeit. Der Kompromiss funktioniert im Grundlagenausdauerbereich und beim langen Lauf sehr gut, doch sobald das Tempo steigt, fehlt dem Schuh klar die Spritzigkeit, und sein Preis (180 Euro) bleibt hoch im Vergleich zu ebenso bequemen Konkurrenten.

8,0
/ 10 · RunMorph-Gesamtnote
Dämpfung
9,0 / 10
Dynamik
6,0 / 10
Komfort
9,0 / 10
Haltbarkeit
8,5 / 10
Preis-Leistung
6,0 / 10
Für wen?Für Läufer, die bei langen Läufen und ihrem Wochenumfang Komfort und Haltbarkeit priorisieren, im lockeren Dauerlauf und in der Grundlagenausdauer.
Für wen nicht?Für Läufer, die einen leichten, reaktiven Schuh fürs Intervalltraining suchen, oder mit knappem Budget: Für 180 Euro bietet die Konkurrenz mehr Dynamik.

UltraBOOST 5X: adidas wagt erneut die Wette auf dynamischen Komfort

Die UltraBOOST-Reihe hat ihren Ruf auf rutschigem Terrain aufgebaut: als Lifestyle-Schuh, der zugleich ein ernsthafter Laufschuh sein will. Über mehrere Generationen bot der BOOST-Schaum bemerkenswerten Komfort, aber ein Gewicht, das seine eigentliche Bestimmung verriet, eher Stadt als Leistung. Mit dem 5X stellt adidas die Gleichung neu auf: mit Light BOOST, einem Schaum, der 30% leichter sein soll, und einem abgespeckten Mittelfuß-Stützsystem, das den Schuh im Vergleich zum klassischen UltraBOOST 5 um 17 Gramm erleichtert.

Das Ergebnis soll ein Premium-Daily-Trainer sein, angesiedelt zwischen dem Maximalkomfort eines Hoka Bondi 9 und der Dynamik eines Nike Pegasus 42. Bei RunMorph beobachten wir, dass genau dieses Mittelfeld, bequem, aber nicht schwammig, der Bereich ist, in dem adidas die Laufpuristen gegenüber Nike, Hoka oder Saucony traditionell schwer überzeugt. Die Frage, die der UltraBOOST 5X aufwirft, ist also einfach: Hat die Marke endlich die richtige Dosierung gefunden?

Der RunMorph-Tipp: Wenn du vor allem einen Schuh für Intervalle und schnelle Einheiten suchst, schau dir lieber den adidas adizero Adios Pro 4 an. Der UltraBOOST 5X ist für Umfang und Komfort gebaut, nicht für pures Tempo.

Technische Daten des UltraBOOST 5X

Markeadidas
ModellUltraBOOST 5X (Art.-Nr. JS2492, Team Royal Blue)
TypStraße/Weg, neutraler Daily Trainer
Sprengung10 mm
Stack Vorfuß / Ferse29 mm / 39 mm
Gewicht (Größe 42)263 g (Messung i-Run) bis 292 g je nach Größe und Quelle
SchaumLight BOOST (um etwa 30 % leichterer Boost-Schaum)
ObermaterialGestricktes Primeknit der neuen Generation
AußensohleContinental-Gummi
StabilitätTorsion System (Mittelfußplatte)
EinlegesohleHerausnehmbar
Recycelte Materialien20 % (End Plastic Waste)
Empfohlener Einsatz5 km bis Marathon, tägliches Training, lange Läufe
Offizieller Preis180 Euro (im Angebot oft 128 bis 150 Euro)

Light BOOST: Was ändert sich unter dem Fuß?

Light BOOST übernimmt das Prinzip der kleinen expandierten Schaumkapseln, die die Boost-Technologie berühmt gemacht haben, allerdings mit geringerer Dichte. Auf der Strecke bedeutet das eine Dämpfung, die beim Aufprall weich bleibt, ohne das schwere Gefühl der ersten UltraBOOST-Generationen. Das Torsion System, eine Stabilisierungsplatte unter dem Mittelfuß, rahmt diesen großzügigen Schaum ein, damit er gegen Ende des Laufs nicht instabil wird, wenn die Ermüdung deinen Laufstil zu verändern beginnt.

Das Primeknit-Obermaterial der neuen Generation rundet das Bild mit einer umschließenden Passform ab, die atmungsaktiver ist als bei den Vorgängerversionen. Der Fersenhalt wurde verstärkt, was Reibung auf langen Distanzen begrenzt, ein Punkt, der bei älteren UltraBOOST-Modellen regelmäßig als Schwäche genannt wurde.

Adidas UltraBOOST 5X Team Royal Blue, Seitenansicht

© adidas, offizielles Foto, redaktionell verwendet

Der Praxistest: Komfort auf langen Strecken, doch beim Tempo gibt es Grenzen

Ein ausführlicher Test über mehr als 500 km durch einen französischen Tester bestätigt das Komfortversprechen: Der Schaum absorbiert Stöße effektiv und liefert schon ab den ersten Schritten einen spürbaren Energy Return, bei einem nach dieser Distanz als minimal eingestuften Sohlenverschleiß, was eine Gesamthaltbarkeit von etwa 800 bis 1000 km erwarten lässt. Derselbe Test stellt eine überraschende Vielseitigkeit bei einem kompletten Halbmarathon-Trainingslauf fest, mit ordentlicher Reaktivität bei kurzen Tempoverschärfungen (200-400 m), ohne jedoch mit einem Wettkampfschuh mithalten zu können.

Beim Grip wird die Außensohle aus Continental-Gummi von demselben Test für ihre Haftung auf nasser Straße und auf befestigten Wegen gelobt, selbst bei starkem Regen. Dagegen berichtet eine auf i-Run veröffentlichte Kundenbewertung eines erfahrenen Läufers von unerwartetem Verschleiß auf Wegen über die Zeit, was im Kontrast zum sehr positiven Langstreckentest steht: Der Unterschied liegt wahrscheinlich an Intensität und Untergrund, denn der UltraBOOST 5X ist in erster Linie für Straße und angelegte Wege gedacht, nicht für technische Trails.

Bei der Spritzigkeit sind sich mehrere französische Tests einig: Dem Schuh fehlt die Reaktivität für schnelle Tempi und Intervalle, eine strukturelle Eigenschaft, die mit seiner Komfortausrichtung zusammenhängt und kein Konstruktionsfehler ist. Im Vergleich zum klassischen UltraBOOST 5 wird die 5X-Version zudem als spürbar leichter beschrieben (etwa 20 Gramm laut Messungen), was das dynamische Gefühl verbessert, ohne das Profil des Schuhs grundlegend zu verändern.

Der RunMorph-Tipp: Der UltraBOOST 5X passt ideal in den Umfang einer Marathon- oder Halbmarathonvorbereitung, für lange Läufe und regenerative Dauerläufe. Kombiniere ihn mit einem RunMorph-Trainingsplan, der deine Tempi strukturiert, und heb dir die Intervalleinheiten für ein leichteres Paar auf.

UltraBOOST 5X vs. Nike Pegasus 42: der Vergleich

adidas UltraBOOST 5XNike Pegasus 42
Sprengung10 mm10 mm
Stack Vorfuß / Ferse29 / 39 mm23 / 33 mm
Gewicht263 bis 292 g280 g
DämpfungSehr großzügig, weichFester, näheres Bodengefühl
DynamikOrdentlich, nicht für Tempo gebautGuter Daily-Trainer-Kompromiss
Preis180 Euro140 Euro

Der Pegasus 42 bleibt leichter und bei Tempowechseln lebendiger, und das zu einem niedrigeren Einstiegspreis. Der UltraBOOST 5X gewinnt beim reinen Komfort auf langen Läufen und bei der Haltbarkeit, die die Praxistests bescheinigen. Die Wahl hängt vor allem von deiner Priorität ab: Dynamik und Budget für den Pegasus, maximaler Komfort und Langlebigkeit für den UltraBOOST 5X.

Adidas UltraBOOST 5X Team Royal Blue, Ansicht der Sohle

© adidas, offizielles Foto, redaktionell verwendet

Vor- und Nachteile

Vorteile
  • Großzügige, komfortable Dämpfung, besonders geeignet für lange Läufe
  • Haltbarkeit durch einen 500-km-Praxistest belegt: minimaler Verschleiß, Potenzial von 800 bis 1000 km
  • Umschließende Primeknit-Passform, guter Fersenhalt
  • Grip von Continental Rubber selbst auf nasser Fahrbahn gelobt
  • 17 bis 20 g leichter als der klassische UltraBOOST 5
Nachteile
  • Wenig Reaktivität bei schnellen Tempi und im Intervalltraining
  • Hoher Preis (180 Euro) im Vergleich zu ebenso bequemen, günstigeren Daily Trainern
  • Laut einer Kundenbewertung Verschleißanfälligkeit auf Wegen über die Zeit
  • Hoher Stack (39 mm an der Ferse), der Läufer irritieren kann, die eine festere Dämpfung gewohnt sind

Unser Praxisfazit: Für wen ist der UltraBOOST 5X im Jahr 2026?

Wer regelmäßig läuft und einen Wochenumfang von 40 bis 70 km aufbaut, mit vielen lockeren Dauerläufen und einem langen Lauf am Wochenende, findet im UltraBOOST 5X einen bequemen und langlebigen Begleiter. Wer Tempo, Intervalle oder einen sehr leichten Wettkampfschuh sucht, sollte klar woanders schauen: Dafür ist dieses Modell nicht gemacht, und der Schuh versucht auch nicht, diese Grenze zu verstecken.

Um die Kilometer einer Marathonvorbereitung wegzustecken oder deine langen Läufe Richtung Halbmarathon abzusichern, passt der UltraBOOST 5X gut in einen RunMorph-Trainingsplan, der deinen Umfang und deine Tempi strukturiert.

Adidas UltraBOOST 5X Team Royal Blue, Ansicht von hinten

© adidas, offizielles Foto, redaktionell verwendet

Das Urteil des RunMorph-Coachs

Der UltraBOOST 5X hält ein echtes Versprechen: das eines bequemen Schuhs, der die Dynamik nicht mehr komplett der Dämpfung opfert, anders als manche früheren Generationen. Die 500 km der unabhängigen Tester bestätigen eine solide Haltbarkeit und einen Komfort, der die Distanz hält. Doch die fehlende Reaktivität bei schnellen Tempi ist real, und der Preis von 180 Euro stellt den Schuh gegen eine Konkurrenz, die oft mehr Vielseitigkeit für weniger Geld bietet. 8,0/10: ein sehr guter Premium-Daily-Trainer, klar für Umfang und Komfort statt für Leistung gedacht.

Das Wichtigste für dein Training

  • Großzügige Dämpfung: 39 mm Stack an der Ferse, perfekt, um lange Distanzen wegzustecken und die Gelenke zu schonen
  • Kein Intervallschuh: Heb dir schnelle Einheiten für ein leichteres, reaktiveres Modell auf
  • Solide Haltbarkeit: Potenzial von 800 bis 1000 km laut Praxistests, auf Dauer trotz des Preises eine gute Rechnung
  • Umschließende Passform: Das Primeknit passt den meisten Füßen, probier ihn aber an, wenn du besonders breite Füße hast
  • Budget einplanen: Achte auf Angebote, der Schuh fällt regelmäßig unter 150 Euro
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